Schweizer Cup

Dienstag, 7. April 2015, ju/jud/ljo

Cup-Out: Der FCZ verliert gegen Sion mit 0:1

Mit dem Cupsieg die Saison zu retten, war das Ziel der Zürcher. Nach der 0:1-Niederlage im Halbfinal gegen den FC Sion ist dieses Unterfangen gescheitert. Der Mannschaft gelang über 90 Minuten zum wiederholten Male kein Treffer, so dass die Walliser ins Endspiel einziehen.

Obwohl beide Teams am Wochenende alles andere als Selbstvertrauen tanken konnten, suchten die Akteure beider Mannschaften gleich zu Beginn der Partie die Offensive. Nach fünf Minuten verzeichneten bereits Gavranovic und auf der anderen Seite Salatic die ersten Abschlussversuche, von denen jedoch keiner ernsthaft für Gefahr sorgen konnte.

Einem Treffer relativ nahe kam dafür nach neun Minuten Carlitos. Follonier nutzte zuvor den ihm gebotenen Freiraum. Der Störarbeit von Cédric Brunner war es zu verdanken, dass Fernandes nicht zum 0:1 einschieben konnte. Stattdessen zog Carlitos aus der zweiten Reihe ab, verfehlte das Tor aber deutlich.

Nach 17 Minuten kamen auch die Gastgeber dem Führungstreffer nahe. Djimsiti kam im Anschluss an einen Corner zum Kopfball. Im entscheidenden Moment  wurde er aber von Lacroix gerade noch gestört, so dass er das Leder neben das Tor setzte.

Die erste Intervention Brechers gab es nach einer halben Stunde zu bestaunen. Follonier setzte Konaté in Szene, doch der brachte den Ball nicht am hervorragend reagierenden FCZ-Keeper vorbei. Der FC Sion blieb aber die auffälligere Mannschaft, so dass es in der 37. Minute den Einsatz des zurückgeeilten Kochs brauchte, der als letzter Mann vor Fernandes gerade noch zum Eckball klären konnte.

Die zweite Halbzeit begann denkbar schlecht für den FCZ. Nach einer Freistossflanke brachte die Zürcher Defensive den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Konaté reagierte am schnellsten und hämmerte den Ball aus kurzer Distanz zur Walliser Führung in die Maschen.

Die Reaktion des FCZ liess auf sich warten. Nach 70 Minuten schliesslich verzeichneten die Gastgeber ihre beste Ausgleichschance. Chiumiento setzte sich im Zweikampf an der Grundlinie durch und bewies mit seinem Rückpass auf Kajevic ein gutes Auge. Doch der Abschluss des Montenegriners aus kurzer Distanz war zu unplatziert, als dass er Vanins damit hätte bezwingen können.

Die Gäste beschränkten sich nun aufs Kontern. Ein Angriff über Ziegler wäre beinahe von Konaté mit Erfolg abgeschlossen worden, doch diesem gelang es aus spitzem Winkel nur, die Hereingabe ans Aussennetz abzulenken.

Zwar waren die Zürcher nun mehrheitlich in Ballbesitz, doch liess das Team von Urs Meier die nötige Kreativität vermissen, um sich klare Torchancen zu erarbeiten. Und so lief dem FCZ zusehends die Zeit davon, bis schliesslich der Unparteiische mit dem Schlusspfiff die Operation Titelverteidigung beendete.

Damit tanzt der FCZ ab sofort nur noch auf einer Hochzeit. In der Meisterschaft steht am Sonntag der Klassiker gegen den FC Basel an. Angesichts der jüngsten Auftritte im Letzigrund muss man festhalten: Zum Glück findet das Spiel in Basel statt.


FC Zürich - FC Sion 0:1 (0:0)

Letzigrund - 6883 Zuschauer - SR Studer

Tor: 48. Konaté 0:1

Zürich: Brecher; Nef, Kecojevic, Djimsiti; Cédric Brunner (85. Kleiber); Philippe Koch (77. Rodriguez), Chiumiento, Schneuwly, Kajevic; Etoundi, Gavranovic (70. Chermiti)

Sion: Vanins; Zverotic, Lacroix, Ndoye, Ziegler; Follonier (82. Rüfli), Fernandes (74. Herea), Carlitos, Kouassi, Salatic; Konaté (94. Assifuah)

Bemerkungen: Zürich ohne Chikhaoui (gesperrt), Alesevic, Buff, Raphael Koch, Kukeli, Rikan, Schönbächler, Yapi (alle verletzt / rekonvaleszent), Da Costa, Malloth, Oberlin und Sarr (alle nicht im Aufgebot). Sion ohne Christofi, Pa Modou, Vanczak, Vidosic (alle verletzt), Ciss, Da Silva und Verati (alle nicht im Aufgebot).

Verwarnungen: 39. Fernandes (Foul), 59. Cédric Brunner (Foul), 73. Philippe Koch (Foul), 82. Rodriguez (Foul), 89. Rüfli (Foul), 92. Kleiber (Reklamieren)

 

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