Schweizer Cup

Mittwoch, 2. März 2016, ju/ljo

Der FCZ gewinnt gegen Sion mit 3:0 und steht im Cup-Final

Für die Cuppartie im Wallis war Hyypiä gezwungen, die eine oder andere Veränderung vorzunehmen. Es dauerte dann auch einige Minuten des Abtastens, bis sich die Akteure auf dem tiefen Rasen zurecht fanden.

Nach zehn Minuten nahm der FCZ aber Fahrt auf. Der für einmal ins Zentrum gerückte Buff lancierte mustergültig Kerzhakov, der sich alleine vor Vanins diese Gelegenheit nicht entgehen liess und den FCZ in Führung brachte. Vor allem Vorbereiter Buff offenbarte in dieser Situation, dass er hinter der Sturmspitze unendlich viel wertvoller wäre als auf dem Flügel.

Der FC Zürich versuchte sofort, die vom Rückstand für einen kurzen Moment verwirrten Walliser unter Druck zu setzen. Ein Eckball von Vinicius fand die Stirn von Sanchez, doch der Argentinier brachte nicht genügend Druck hinter den Ball, so dass dieser das Tor verfehlte.

Zwar gelang es in der Folge den Gastgebern, sich mehr Ballbesitz zu erarbeiten, doch dies änderte nichts daran, dass der FC Zürich den schnörkelloseren Fussball spielte. So war es denn auch Yapi, der zum nächsten erwähnenswerten Abschluss kam. Aus gut 20 Metern verzog der Ivorer aber knapp. Der Kopfball von Kecojevic nach 26 Minuten flog zwar zu weit am Gehäuse vorbei, um für ernsthafte Gefahr zu sorgen, er dient jedoch als Indiz dafür, dass der FCZ sich die Führung bis zu diesem Zeitpunkt verdient hatte.

Der FC Sion verzeichnete seine erste hochkarätige Chance in der 38. Minute. Zeman hob den Ball mittels Freistoss vor das Zürcher Gehäuse, wo Vanczak praktisch unbedrängt zum Kopfball hochstieg. Doch sein Abschluss fiel zu unpräzise aus, so dass Favre keine Mühe bekundete, die Gefahr zu entschärfen.

Im Gegenzug fiel beinahe der zweite Zürcher Treffer. Wieder orientierte sich Buff zur Mitte und wieder hatte er das Auge und das nötige Gefühl im Fuss, um Kerzhakov zu lancieren. Doch diesmal konnte Vanins den Russen genügend abdrängen, so dass der Winkel für einen Torerfolg schliesslich zu spitz wurde. Doch auch der daraus resultierende Eckball genügte den Zürchern, um das Score zu erhöhen. Eine verunglückte Abwehr von Pa Modou nutzte Kerzhakov zu seinem zweiten Treffer. Diesmal traf er volley aus spitzem Winkel.

Praktisch mit dem Pausenpfiff eröffnete sich wiederum Kerzhakov eine Torchance. Diesmal verzog er aber aus halblinker Position deutlich, so dass die Zürcher mit einem Zweitorevorsprung den Pausentee zu sich nahmen.

Kaum wurde das Spiel wieder angepfiffen, legte der FCZ noch einen drauf. Vinicius enteilte auf dem Flügel seinem Gegenspieler. Seine Flanke auf Kerzhakov fiel über Umwege Buff vor die Füsse, der seine Leistung mit einem platzierten Flachschuss aus 16 Metern krönte und auf 3:0 erhöhte.

In der Folge verwaltete der FC Zürich den Vorsprung geschickt. Die Gastgeber hatten Schwierigkeiten, sich in der Platzhälfte der Zürcher festzusetzten. Zu kompakt standen die Gäste und vermochten das Leder weit vom eigenen Gehäuse entfernt zu halten.

Unverhofft kamen die Walliser dann doch noch zur Chance zum Anschlusstreffer. Der eingewechselte Itaperuna kam im Strafraum zu Fall, nachdem er von seinem Landsmann Vinicius leicht touchiert wurde. Gekas lief zum Elfmeter an, doch der griechische Neuzugang setzte den Ball über das Tor.

Damit war die Partie endgültig gelaufen. Beinahe hätte Kukeli nach 80 Minuten auf Zuspiel von Grgic die Führung noch ausgebaut, im letzten Moment wurde er aber noch von einem Verteidiger am erfolgreichen Abschluss gehindert.

Die nächste Torchance verzeichneten dann wiederum die Gastgeber. Nach Vorarbeit Karlens scheiterte wiederum Gekas am glänzend reagierenden Favre. In der Schlussminute enteilte dann noch der eingewechselte Koné, setzte den Ball aber neben das Tor. Damit endete eine Partie, in welcher der FCZ mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung überzeugte. Während sich das Team in der Defensive durch viel Disziplin auszeichnete, liessen einzelne Akteure in der Offensive ihre Klasse aufblitzten, was die Zürcher schon früh in der Partie auf die Siegesstrasse brachte.

Das nächste Spiel der Zürcher findet am Samstag um 17.45 Uhr im Letzigrund statt. Der FC Thun wird Gegner in der 23. Meisterschaftsrunde sein. Dick anstreichen muss man sich aber auch folgenden Termin. Sonntag, 29. Mai, 16.15 Uhr - CUPFINAL IM LETZIGRUND!


FC Sion - FC Zürich 0:3 (0:2)

Tourbillon - 9800 Zuschauer - SR Jaccottet

Tore: 10. Kerzhakov 0:1, 43. Kerzhakov 0:2, 50. Buff 0:3

Sion: Vanins; Rüfli, Zverotic, Vanczak, Pa Modou; Follonier (55. Sierro), Fernandes, Ndoye (61. Itaperuna), Zeman (70. Karlen); Gekas, Assifuah

Zürich: Favre; Brunner, Sanchez, Kecojevic; Koch, Kukeli, Yapi (92. Dominguez), Buff (81. Chiumiento), Vinicius; Grgic; Kerzhakov (87. Koné)

Bemerkungen: Sion ohne Salatic (gesperrt), Adao, Bia, Carlitos, Cmelik, Konaté, Kouassi, Lacroix, Mboyo, Voser und Ziegler (alle verletzt). Zürich ohne Alesevic, Bua, Etoundi, Kleiber, Schönbächler (alle verletzt/rekonvaleszent), Nef (krank), Baumann und Simonyan (beide nicht im Aufgebot). 74. Gekas verschiesst Foulpenalty.

Verwarnungen: 8. Kecojevic (Foul), 13. Rüfli (Foul), 27. Pa Modou (Foul), 66. Itaperuna (Unsportlichkeit), 70. Assifuah (Foul), 76. Brunner (Foul), 83. Karlen (Unsportlichkeit) 

 

ECAUnschlagbarTeleclubSRF