Schweizer Cup

Sonntag, 18. September 2016, sd/bil/jud

Der FCZ gewinnt das Cupspiel gegen Bellinzona mit 2:0

Der FCZ qualifizierte sich mit einem 2:0-Auswärtssieg beim Erstligisten AC Bellinzona für das Achtelfinale im Schweizer Cup. Die Tore für den Titelverteidiger erzielten Moussa Koné (2.) und Adrian Winter (74.).
Im Achtelfinale trifft der FCZ am 26. oder 27. Oktober 2016 im Letzigrund auf den FC St.Gallen.

Cheftrainer Uli Forte änderte die Startformation im Vergleich zum Spiel gegen Villarreal auf nicht weniger als sieben Positionen. Einzig Andris Vanins und die Abwehrspieler Cédric Brunner, Umaru Bangura und Ivan Kecojevic standen wie schon in Spanien in der ersten Elf.

In den vergangenen Tagen wurde oft darüber spekuliert, wie der FCZ den Spagat zwischen dem internationalen und den nationalen Wettbewerben meistern wird.

Die Zürcher wollten von Anfang an keine Zweifel darüber aufkommen lassen, dass sie dies ohne Probleme schaffen und gingen gleich mit dem ersten Angriff in Führung: Moussa Koné schloss nach etwas mehr als 60 Sekunden eine schöne Kombination über Antonio Marchesano, Oliver Buff und Dzengis Cavusevic zur Führung ab.

In der Folge entwickelte sich auf dem seifigen und holprigen Rasen ein harziges Spiel mit vielen ungenauen Aktionen. Die Gäste waren zwar meist in Ballbesitz und kontrollierten das Spiel, agierten aber zu wenig zielstrebig. Die Tessiner erholten sich daher schnell vom Schock und legten den Respekt ab. Dies vor allem, weil der FCZ durch Unaufmerksamkeiten in der Abwehr den Einheimischen zwei gute Gelegenheiten zum Ausgleich ermöglichte.

Nach 12 Minuten stand plötzlich Vladan Milosevic alleine vor dem Tor und scheiterte am hervorragend reagierenden Vanins, der geschickt den Einschusswinkel verkürzte.

In der 24. Minute wurde die Abwehr des FCZ überspielt, doch Gaston Magnetti schob den Ball am Kasten vorbei.

Danach tat sich bis kurz vor der Pause wenig vor den beiden Toren. Erst in der 38. Minute dann wieder Aufregung. Marco Schönbächler löste sich schön mit einer Finte und wurde vom Gegner am Trikot zurückgehalten und fiel in aussichtsreicher Position. Schiedsrichter Pascal Erlachner pfiff sofort, zur Überraschung aller Zürcher zeigte er jedoch Schönbächler die gelbe Karte statt auf den Elfmeterpunkt.

Die Zürcher kamen etwas konzentrierter aus der Kabine und erspielten sich rasch verschiedene gute Einschussmöglichkeiten.

In der 56. Minute zielte Dzengis Cavusevic nach einem schönen Durchspiel von Oliver Buff und Antonio Marchesano aus kürzester Distanz übers Tor.

Zwei Minuten später verzog Moussa Koné freistehend aus elf Metern und Sekunden später landete ein Schlenzer von Marco Schönbächler neben dem Tor.

In der 64. Minute entschärfte Giorgio Marcionelli im Tor der Tessiner einen Weitschuss von Oliver Buff und wenig später reagierte er glänzend bei einem Kopfball von Dzengis Cavusevic aus wenigen Metern.

In dieser Phase hätte der FCZ mit etwas mehr Konsequenz im Abschluss das Spiel frühzeitig entscheiden müssen. Dem Erstligisten schwanden mit zunehmender Spieldauer die Kräfte und sie kamen kaum mehr konstruktiv über die Mittellinie.

Die resultatmässige Entscheidung fiel dann nach nach 74 Minuten. Oliver Buff bediente den eingewechselten Adrian Winter, der den Ball sehenswert in die linke Ecke platzierte.


AC Bellinzona - FC Zürich 0:2 (0:1)

Stadio Comunale - 3069  Zuschauer - SR Erlachner

Tore: 2. Koné 0:1, 74. Winter 0:2

Bellinzona: Marcionelli; Maffi, Tarchini, Djuric, Berea; Bankovic, Quadri (73. Grilo), Forzano (61. Bottani), Elia; Magnetti, Milosevic (61. Stojanov)

Zürich: Vanins; Brunner, Bangura, Kecojevic, Kempter (83. Alesevic); Yapi; Koné (67. Winter), Buff (79. Chiumiento), Marchesano, Schönbächler; Cavusevic

Bemerkungen: Bellinzona ohne Ceolin, Tuz, Sergi (alle verletzt); Zürich ohne Brecher, Kleiber (beide verletzt/rekonvaleszent), 

Verwarnungen: 39. Schönbächler (Unsportlichkeit), 44. Yapi (Foul), 94. Brunner (Foul)

 

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