Schweizer Cup

Mittwoch, 26. März 2014, ju/jud/ljo

Der FCZ nach Sieg gegen Thun im Cupfinale!

Der FC Zürich steht im Cupfinale. Nach einem torlosen Remis bezwingen die Zürcher den FC Thun im Elfmeterschiessen und treffen am Ostermontag in Bern auf den FC Basel.

Der Blick auf das Matchtelegramm täuscht. Obwohl die beiden Mannschaften in 120 Minuten keinen Treffer zustande brachten, war die Partie reich an Torszenen und bot den Zuschauern beste Unterhaltung. Ein erstes Mal sorgte Gavranovic für Gefahr im Thuner Strafraum, als er ein zu kurz geratenes Zuspiel in der gegnerischen Hintermannschaft erlaufen konnte. Er scheiterte mit seinem Abschluss aber am Thuner Keeper Faivre.

Keine zwei Minuten später kam es auf der Gegenseite zu einer praktisch identischen Szene. Diesmal ging Nikci in den Abschluss, doch Da Costa vermochte zu parieren. Zu später Nachtstunde sollte Da Costa diese Aktion als Schlüsselszene bezeichnen, da er durch diese Intervention gut ins Spiel gefunden habe. Das ihm dadurch verliehene Selbstvertrauen sollte er im Laufe dieses Abends noch einige Male zur Schau stellen.

So auch in der 32. Minute. Für einmal schien die Abwehr der Zürcher nicht optimal organisiert zu sein, so dass Wittwer schliesslich Da Costa prüfte. Doch dieser tankte weiter Selbstvertrauen. Praktisch im Gegenzug verzeichnete auch der FCZ seinen nächsten Hochkaräter: Von Chiumiento auf die Reise geschickt prüfte Chikhaoui Faivre, doch dieser stand seinem Gegenüber in nichts nach.

Der FC Zürich erhöhte nun die Schlagzahl und kam in der 38. Minute zur nächsten Gelegenheit. Via Chiumiento und Gavranovic kam der Ball zu Chikhaoui. Dieser verlieh dem Leder mit einer feinen Streicheleinheit die gewünschte Richtungsänderung, doch Faivre reagierte erneut hervorragend und vermochte, den Gegentreffer zu verhindern. Mit dem gleichen Ergebnis endete der nächste Angriff des FCZ. Chiumiento vermochte den Ball, über die Thuner Abwehrreihen zu heben und Gavranovic in den Lauf zu spielen. Doch auch für den Nationalstürmer bedeutete Faivre die Endstation.

Zwar verzeichnete der FCZ spielerisch in der ersten Halbzeit ein Übergewicht, doch die Gegenstösse der Thuner stellten eine permanente latente Gefahr dar. Dieses Urteil behielt auch in der zweiten Halbzeit seine Gültigkeit. Die Gäste kamen nun der Führung teilweise sehr nahe. Bereits kurz nach dem Seitenwechsel kam Siegfrid vollkommen unbedrängt zum Kopfball, doch erneut verhinderte Da Costa mirakulös den Rückstand. In der Folge scheiterte Marco Schneuwly aus kurzer Distanz an Da Costa und den darauffolgenden Eckeball versuchte Christian Schneuwly aus der Distanz im Kasten unterzubringen. Mit einer Glanztat vereitelte Da Costa auch dieses Unterfangen.

Es folgte die 70. Minute, die dem FCZ-Anhang eine zu starke Belastung des Nervenkostüms hätte ersparen können. Von Gavranovic lanciert näherte sich Chikahoui ganz alleine Faivres Gehäuse. Doch zum Entsetzten des Zürcher Anhangs setzte der Tunesier den Ball wenige Zentimeter neben das Tor.

Doch auch die Berner Oberländer waren noch nicht am Ende ihres Lateins angelangt. Wenige Minuten vor dem Abpfiff ermöglichte sich Marco Schneuwly die Möglichkeit, das Spiel doch noch zu entscheiden, doch der Ball flog am Kasten Da Costas vorbei.

Und so sollte diese Partie schliesslich in die Verlängerung gehen. Auch in den zusätzlichen 30 Minuten suchten die Teams die Entscheidung in der Offensive, um nicht über den Umweg der Lotterie in Form eines Elfmeterschiessens gehen zu müssen. Gleich zu Beginn waren es die Zürcher, die gute Aktionen für sich verzeichneten. Chikhaoui bekam nach 101 Minuten von Pedro Henrique freigespielt die Möglichkeit, das Score zu eröffnen. Doch der Tunesier setzte den Ball nur ans Aussennetz.

Die Gäste aus Thun blieben aber zu jedem Zeitpunkt der Partie brandgefährlich. Bis in die letzten Minuten dieses Spiels verzeichneten sie denn auch immer wieder mehr oder minder gefährliche Torchancen. In der Schlussphase der Partie scheiterten denn auch Schirinzi und Cassio an Da Costa, gegen welchen an diesem Abend kein Kraut gewachsen war.

Und so musste schliesslich das Elfmeterschiessen über den Einzug ins Finale entscheiden. Es passte zu diesem Abend und zu Da Costas Leistung, dass er auch gleich den ersten Versuch der Thuner zu parieren wusste und den FCZ damit auf die Siegerstrasse führte. Den abgewehrten Versuch von Christian Schneuwly vermochten die Thuner nicht mehr zu kompensieren. Zu souverän waren die Zürcher Versuche getreten, von denen jeder einzelne den Weg ins Tor fand, so dass der FCZ die Partie schliesslich mit 5:4 nach Elfmeterschiessen für sich entscheiden konnte.

Und somit tritt der FC Zürich am Ostermontag zum Finale an. Gegner im Stade de Suisse wird der FC Basel sein, der sich gegen Luzern mit 1:0 durchzusetzen wusste.


FC Zürich - FC Thun 5:4 n.P. (0:0, 0:0)

Letzigrund - 8575 Zuschauer - SR Jaccottet

Tore nach 120 Minuten: -
Penaltyschiessen: Christian Schneuwly (Da Costa hält), Buff 1:0, Lüthi 1:1, Chikhaoui 2:1, Zuffi 2:2, Sadiku 3:2, Marco Schneuwly 3:3, Teixeira 4:3, Schirinzi 4:4, Pedro Henrique 5:4

Zürich: Da Costa; Teixeira, Kecojevic, Djimsiti; Buff; Schönbächler (91. Pedro Henrique), Rikan (88. Etoundi), Chiumiento, Benito; Chikhaoui, Gavranovic (109. Sadiku)

Thun: Faivre; Lüthi, Reinmann, Sulmoni, Schirinzi; Siegfried; Nikci (113. Ferreira), Zuffi, Christian Schneuwly, Wittwer (80. Cassio); Marco Schneuwly

Bemerkungen: Zürich ohne Brunner, Chermiti, Philippe Koch, Kukeli, Nef (alle verletzt/rekonvaleszent), Elvedi, Glarner, Kajevic und Malloth (alle nicht im Aufgebot). Thun ohne Sadik (gesperrt), Bättig, Hediger, Sanogo (alle verletzt), Chihadeh, Frey, Gasser, Mensa und Ruberto (alle nicht im Aufgebot).

Verwarnungen: 87. Schönbächler (Unsportlichkeit), 94. Lüthi (Foul), 98. Cassio (Foul), 100. Marco Schneuwly (Foul), 116. Reinmann (Foul), 117. Pedro Henrique (Foul)   

 

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