Raiffeisen Super League

Samstag, 16. März 2013, pli/bil/jud

FCZ siegt gegen Servette mit 2:1

Die Genfer haben immer etwas Spezielles auf Lager, so auch heute. Vor der Partie im Stade de Genève sorgten einige hundert Zuschauer auf der Gegentribüne mit einem Harlem Shake für Unterhaltung.

Für Gesprächsstoff sorgte auch der neue Rasen. Nicht wegen der Beschaffenheit, die zwei Tage nach dem Verlegen keinen Grund zur Klage bot, sondern wegen des Musters, das aus der Vogelperspektive mehr an ein Schachfeld erinnerte.
Die folgenden 90 Minuten boten danach allerdings ein spannendes Fussballspiel. In der ersten Halbzeit liefen die beiden Teams aber noch nicht auf Hochtouren. Oliver Buff vergab in der 8. Minute nach einem Zusammenspiel mit Chikhaoui aus guter Position den möglichen Führungstreffer. Die Genfer machten dem FCZ in der Folge das Leben schwer, ohne gefährlich vor dem FCZ-Tor aufzutauchen. Grosse Torchancen waren – abgesehen von Buffs Möglichkeit – Mangelware. Es war klar, dass sich der FCZ in der 2. Halbzeit steigern musste.

Diese Forderung wurde auch umgesetzt. In der 50. Minute ging Schönbächler nach einem Servette-Abstoss gut dazwischen, spielte den Ball weiter auf Drmic, der jedoch vom eigenen Mitspieler Buff beim Abschluss gestört wurde. Der „Gemeinschaftsschuss“ flog über das gegnerische Gehäuse. Wenig später zischte ein Buff-Geschoss am Servette-Gehäuse vorbei. Auch Chermiti spitzelte den Ball in der 58. Minute nach einem tollen Gajic-Pass am Tor vorbei, holte kurz darauf jedoch Verpasstes nach: Nach einem Angriff über Chikhaoui und Schönbächler rutschte der FCZ-Stürmer in der 63. Minute in den Ball und bugsierte diesen zum 1:0 für den FCZ über die Linie. Die Führung für die Zürcher zeichnete sich ab und war verdient, da waren keine Diskussionen von Nöten. Ganz im Gegensatz zur Szene zehn Minuten später: Ein Schuss aus kurzer Distanz prallte an den Arm von Raphael Koch und Schiedsrichter Jaccottet entschied auf Elfmeter. Wie so oft bei Handspenaltys gingen auch hier die Meinungen über die Richtigkeit des Pfiffs auseinander, doch es würde die Dimensionen dieses Matchberichtes sprengen, an dieser Stelle alle Pros und Contras aufzuzählen. Goran Karanovic verwandelte den Elfmeter in der 73. Minute zum 1:1. Am Ende jubelten jedoch trotzdem die Zürcher – dank Joker Adis Jahovic, der in der 90. Minute stach. Nach einem Zuspiel von Chikhaoui auf den kurz zuvor eingewechselten Mazedonier eilte Servette-Hüter Barroca aus dem Tor. Jahovic hob den Ball über den Schlussmann und brachte ihn danach mit dem Kopf im gegnerischen Tor unter.

In der Nachspielzeit fiel das vermeintliche 2:2, doch der Unparteiische annullierte den Treffer wegen eines Aufstützens und pfiff die Partie kurz danach ab. Während die Zürcher den fünften Sieg im sechsten Meisterschaftsspiel feierten, haderten die Genfer lautstark mit den Spielleitern. Gewiss war der FCZ heute ein glücklicher, aber nicht unverdienter Sieger. Und der „neue FCZ“ hat sich dieses Glück auch erarbeitet. Es macht definitiv wieder Spass, dem FC Zürich beim Fussballspielen zuzuschauen.

Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich am 26. März 2013 im Testspiel gegen den FC Wohlen in Wohlen. Am 30. März 2013 geht es nach der Länderspiel-Pause im Liga-Betrieb mit dem Heimspiel gegen den FC St.Gallen weiter.


Servette FC - FC Zürich 1:2 (0:0)

Stade de Genève - 5994 Zuschauer - SR Jaccottet

Tore: 63. Chermiti 0:1, 73. Karanovic (Handspenalty) 1:1, 90. Jahovic 1:2

Servette: Barroca; Diallo, Routis, Mfuyi, Schlauri (68. De Azevedo); Kossoko (88. Pont), Kouassi, Lang, Pasche; Vitkieviez, Karanovic

Zürich: Da Costa; Philippe Koch, Raphael Koch, Djimsiti, Glarner; Gajic, Buff; Schönbächler (81. Mariani), Chikhaoui, Drmic (75. Chiumiento); Chermiti (84. Jahovic)

Bemerkungen:  Servette ohne Rüfli, Schneider (beide gesperrt), Grippo, Kusunga, Moutinho, Pizzinat und Tréand (alle verletzt). Zürich ohne Beda, Benito, Gavranovic, Kukeli, Pedro Henrique (alle verletzt) und Kajevic (nicht im Aufgebot). 92. Tor von Pont aberkannt (Foul).

Verwarnungen: 35. Pasche (Unsportlichkeit), 37. Philippe Koch (Foul), 66. Drmic (Foul), 72. Raphael Koch (Hands), 81. Gajic (Foul)

 

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