Testspiele

Dienstag, 29. Juli 2014, gmt/pli

Last-Minute-Niederlage gegen die TSG 1899 Hoffenheim

Der FC Zürich traf heute Abend in Brunnen SZ in einem Testspiel auf die TSG 1899 Hoffenheim. Die Mannschaft von Cheftrainer Urs Meier war dem Bundesligisten über die ganze Spielzeit meistens ebenbürtig, musste aber kurz vor dem Schlusspfiff durch Prömel den einzigen Treffer der Partie hinnehmen.

Um die Stammkräfte nach drei Meisterschaftsspielen innert einer Woche zu schonen, stieg der Stadtclub mit vielen jungen Spielern, angeführt von den Routiniers Nef und Rikan, in die Partie. Hoffenheim dagegen begann mit Akteuren, die mehrheitlich auch beim Bundesligastart in der Anfangself stehen könnten. Trainer Urs Meier hielt an seinem bewährten 3-2-3-2-System fest. Erst in der Schlussphase, nachdem Stürmer Oberlin Verteidiger Alesevic ersetzt hatte, stellte er auf 4-4-2 um.

In den ersten zehn Minuten war Hoffenheim das bessere Team und drängte den Schweizer Tabellenleader mehrheitlich in die eigene Platzhälfte zurück. Mit schönen Kombinationen über mehrere Stationen kamen sie in den ersten vier Minuten gleich zu zwei gefährlichen Aktionen. Beide Male kam der deutsche Nationalspieler Volland zum Abschluss. Von Schwegler herrlich bedient, ging sein Schuss über das Tor und bei seinem zweiten Versuch konnte sich Favre im FCZ-Tor ein erstes Mal auszeichnen. Die Zürcher fanden nun besser ins Spiel. Sie schafften es, die Partie ausgeglichen zu gestalten und mit einigen schönen Kombinationen offensiv in Erscheinung zu treten, auch wenn der Gegner insgesamt vor allem im Spiel nach vorne überzeugender wirkte und mehr Torchancen herausspielen konnte. Doch der sehr sicher und ausgezeichnet agierende FCZ-Torhüter Favre machte mit seinen Paraden gleich drei Torchancen des Gegners (Volland 26. und 40. sowie Rudy 39.) zunichte. Diesen Möglichkeiten standen zwei des FCZ gegenüber. Nach schöner Passkombination über Rikan und Kleiber stand Maurice Brunner in der 8. Minute allein vor dem Hoffenheimer Torwart, brachte aber den Ball nicht im Tor unter. In der 23. Minute war wieder Rikan Ausgangspunkt einer FCZ-Aktion. Kleibers Schuss von rechts strich jedoch knapp am linken Lattenkreuz vorbei.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit konnte der FCZ dank einer engagierten Leistung das Spiel mehrheitlich ausgeglichen gestalten. Jedoch fehlte der letzte entscheidende Pass in die Schnittstelle. Die äusserst kompakt stehende Hoffenheimer Defensive liess Etoundi und Rossini im FCZ-Sturm kaum gewähren. Bezeichnend hierfür, dass auch in der zweiten Hälfte einzig Rikan und Maurice Brunner zu klaren Torchancen kamen. Doch sowohl Rikans Schuss aus zwanzig Metern (auf Pass von Maurice Brunner, 79.) als auch Maurice Brunners Fallrückzieher (88.) führten nicht zum Torerfolg.

Die Hoffenheimer ihrerseits steigerten sich ab der 60. Minute und kamen gleich zu mehreren hochkarätigen Möglichkeiten. Vor allem die eingewechselten Modeste, Hamad und Salihovic wirbelten immer wieder in der gegnerischen Platzhälfte und kreierten schöne Spielzüge. In der 66. Minute hätten sie in Führung gehen müssen. Doch Schipploch vergab nach Pass von Modeste kläglich vor Malloths Tor. Der dritte Zürcher Torwart konnte sich nun vermehrt auszeichnen. Dank glänzenden Paraden nach Schüssen von den oben genannten Einwechselspielern und excellentem Stellungsspiel beim Herauslaufen verhinderte er mehrmals einen Gegentreffer. Einzig in der 89. Minute musste er sich geschlagen geben. Nach schönem Durchspiel kam A-Jugend-Meister Grischa Prömel im Strafraum an den Ball und verwertete sicher.

Obwohl Hoffenheims Sieg nicht unverdient ist, gab es doch einige Lichtblicke bei den Zürchern. Viele Spieler betrieben Werbung in eigener Sache und bewiesen, dass FCZ-Cheftrainer Urs Meier in Zukunft auch auf sie zählen kann.


FC Zürich – TSG 1899 Hoffenheim 0:1 (0:0)

Schoeller-Meyer, Brunnen – 1612 Zuschauer – SR Bieri

Tor: 89. Prömel 0:1

Zürich: Favre (46. Malloth); Elvedi, Nef, Alesevic (79. Oberlin); Kleiber, Cédric Brunner, Buff (30. Salija), Maurice Brunner; Rikan; Rossini, Etoundi

Bemerkungen: Zürich ohne Gavranovic, Kajevic, Raphael Koch, Sadiku (alle verletzt), Chermiti, Chikhaoui, Chiumiento, Da Costa, Djimsiti, Kecojevic, Philippe Koch, Kukeli, Rodriguez, Schönbächler und Yapi (alle nicht im Aufgebot), dafür mit den Nachwuchsspielern Armin Alesevic, Lulzim Salija, Djibril Sow und Nicolas Stettler. 27. Tor von Hoffenheim wegen Abseits annulliert.

Verwarnung: 54. Elvedi (Foul)

 

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