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Montag, 08. Februar 2010
Tages Anzeiger

Der nächste Rückschlag für den FC Zürich

Am 5. Dezember verlor der FC Zürich zum Abschluss der Vorrunde gegen GC im Letzigrund 0:1, obwohl er die besseren Torchancen hatte. Alphonse, Djuric und Vonlanthen trafen damals nur Pfosten und Latte. Am Samstag nun startete der Meister an gleicher Stätte in die Rückrunde. Gegen Xamax kam er nur zu einem 0:0, obschon er vorab nach der Pause das eindeutig stärkere Team war und hervorragende Tormöglichkeiten hatte. Stürmer Admir Mehmedi sah seine Abschlussversuche innerhalb einer Minute gegen Pfosten und Latte prallen.

Die Gleichung ist simpel: Wer keine Tore schiesst, kann nicht gewinnen. Zumindest verlor der FCZ, bei dem Ludovic Magnin auf der linken Abwehrflanke ansprechend debütierte, diesmal nicht. Er holte nach zwei Niederlagen in dieser Saison vielmehr seinen ersten Punkt gegen Xamax. «Wir haben ein Problem in der Offensive, uns fehlt die Effizienz vor dem gegnerischen Tor», stellte Trainer Bernard Challandes fest. Überraschen kann das nicht. Mit den verletzten Hassli, Chikhaoui, Vonlanthen und dem gesperrten Alphonse fehlten dem FCZ die vier besten Stürmer. Alphonse immerhin wird nächsten Sonntag in Sitten zurückkehren.

Das Pech von Mehmedi

Gegen Xamax lastete im Angriff alles auf dem jungen Mehmedi. Er bemühte sich, er spielte nicht schlecht, aber er verwertete seine Chancen nicht. «Der Schuss mit dem Innenrist gegen den Pfosten war gut geschlenzt, der Kopfball gegen die Latte richtig getimt», meinte der 18-jährige Schweizer mit mazedonischen Wurzeln leicht resigniert. Er wartet weiter auf seinen ersten Treffer in der Super League. Er sieht sich selber nicht als echte Sturmspitze, eine zurückhängende Position komme seinen Fähigkeiten eher entgegen. Aber natürlich ist er froh, wenn er überhaupt spielen darf. Und er ist überzeugt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis er trifft. Er macht sich selber Mut, indem er fragt: «Warum nicht schon gegen Sion?»

Xamax’ Verzicht aufs Mitspielen

Der Meister, nur Achter, braucht im Wallis ein Erfolgserlebnis, um die Aufholjagd in Richtung 3. oder zumindest 4. Rang wenigstens im zweiten Anlauf zu starten. Es ist davon auszugehen, dass die Sittener eine offenere Partie liefern werden, als dies Xamax zu tun gewillt war. Die Neuenburger, meist eine Equipe mit gehobener Spielkultur, verzichteten nach der Pause gänzlich auf offensiven Fussball und waren einzig bestrebt, den einen Punkt zu sichern.

Eigentlich war das 0:0 das logische Resultat, denn nicht nur dem FCZ, sondern auch Xamax sind die Stürmer ausgegangen. In der Winterpause verliessen Brown und Gavranovic, die mehr als die Hälfte der Tore erzielt hatten, den Klub. Und ihr erster Ersatz, Sanel Kuljic, sass nur auf der Ersatzbank. Vor diesem Hintergrund erstaunt, dass ein erfahrener Angreifer wie Julio Hernan Rossi wegen eines Disputs mit Präsident Bernasconi in die U-21 versetzt wurde und in der interregionalen 2. Liga versauert.

 

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