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Samstag, 27. Februar 2010
Blick

«Ich habe ein Millionen-Angebot für Chikhaoui»

Ich kann Ihnen sagen, Yassine Chikhaoui könnten wir heute und jetzt verkaufen, wir haben ein konkretes zweistelliges Millionen-Angebot für ihn vorliegen», sagt FCZ-Boss Ancillo ­Canepa in einem Interview mit der «SportWoche».

In Zeiten der Wirtschaftskrise will jemand 10 Millionen Franken für einen Spieler bezahlen, der seit zwei Jahren kaum zum Einsatz kommt?

Das wäre in der Tat ein Coup, für den man FCZ-Canepa feiern müsste. Zumal er im Trainingslager in Oman im Sonntags-Blick-Interview noch sagte: «Welche Angebote? Es gab Dutzende von Anfragen aus ganz Europa, ja. Aber eine konkrete und ernstzunehmende Offerte für Yassine lag nie auf unserem Pult.»

30 Tage liegen zwischen diesen Aussagen. 30 Tage, in welchen der Tunesier kaum mit der Mannschaft trainiert, geschweige denn spielt, sondern vorwiegend rennt und schwimmt.

BLICK fragt Sportchef Fredy Bickel. Der sagt: «Wir haben auch heute nichts Schriftliches auf dem Tisch. Auch deshalb, weil für uns der Verkauf von Yassine gar kein Thema ist. Doch Anfragen gibt es viele: Gerade vor zwei Wochen ist ein Agent bei uns vorstellig geworden, der Millionen für Yassine geboten hat.»

Wie seriös kann eine solche Offerte sein? Bickel: «Die Serio­sität solcher Anfragen können wir selbst nicht einschätzen. Aber ich denke, dass Chikhaoui für Klubs eine Art Spekulationsobjekt ist, weil er nahe vor dem Comeback steht.»

Nicht nah genug, als dass sich Bernard Challandes ernsthaft mit dem Ballzauberer beschäftigen müsste. Der Trainer hat andere Sorgen: Er hat noch nie in Bern gewonnen – zuletzt kassierte der Meister gar eine 0:3-Klatsche.

«Es ist an der Zeit, dass wir gewinnen», sagt Challandes. Die Voraussetzungen seien anders. «In den letzten Spielen waren wir vorne, doch jetzt ist YB Leader und wir sind nur die Aussenseiter.»

Der FCZ-Trainer bezeichnet seine Mannschaft – amtierender Meister und Champions-League-Teilnehmer – als «der Kleine, der bei YB eine Heldentat vollbringen will».

 

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