Die Resultate vom 17./18. April 2021
Die Spiele vom 17./18. April 2021

Trainingsprogramm der flexiblen Körperbeherrschung

Ein Text von Peet Fürst:

Die LetziKids U8 und U9 arbeiten seit der Winterpause am Trainingsprogramm der flexiblen Körperbeherrschung. Gerne lasse ich Sie an den ersten Erfahrungen teilhaben.

Weshalb wir das Programm eingeführt haben:

Obwohl wir die schwächere Körperseite stets trainieren und klar kommunizieren, wie wichtig diese auch im Spiel ist, haben wir uns damals die Frage gestellt, warum unsere Kinder sie fast nicht benutzen. Als Beispiel der Torschuss: Aus dem Trainingsbetrieb wussten wir, dass die Technik dazu vorhanden ist, die Kinder diese jedoch im Spiel noch zu wenig umsetzen. Dies hat uns zum Weiterdenken bewegt. Ins Zentrum gerückt ist das Zusammenspiel zwischen Gehirn und Körper. Um alles Mögliche wahrnehmen, verarbeiten und entscheiden zu können, ist eine gut funktionierende Steuerung des Körpers durch das Gehirn von grösster Bedeutung.

Wie wir das Programm umgesetzt haben:

Nach dem aus der Wissenschaft bekannten Grundsatz «Sobald ein Mensch denkt, dass er etwas kann, wird er sich in diesem Bereich nicht mehr verbessern» haben wir Übungen für verschiedene Bewegungen gestaltet, welche immer schwieriger wurden. Die Kinder haben jeweils zwei Mal wöchentlich für knapp zehn Minuten daran gearbeitet. Sobald ein Kind eine Übung erfolgreich vorzeigen konnte, durfte es mit der nächsten fortfahren. Jedes Kind durfte für sich selber entscheiden, wie gut und intensiv es übt. In den ersten Lektionen war dies für die Trainer gar nicht einfach, da es Kinder gab, die mit dem Üben einfach aufgehört haben. Sie hatten vorerst nicht das nötige Durchhaltevermögen. Als Trainer möchte man da immer intervenieren und motivieren, doch genau das wollten wir verhindern. Jedes LetziKid soll aus Eigenmotivation trainieren. Egal, was es übt oder trainiert, es soll dies immer aus eigenem Interesse tun.

Welche Auswirkungen wir bisher beobachten konnten:

Nach den erwähnten anfänglichen Schwierigkeiten konnten die Trainer schon bald feststellen, dass die Kinder an den Aufgaben deutlich gewachsen sind. Plötzlich gab es keine Kinder mehr, die mit dem Üben einfach aufgehört haben. Obwohl es in der kleinen Halle viele Ablenkungsmöglichkeiten gab, stieg die Konzentrationsfähigkeit wesentlich. Die Kinder haben sich auf ihre Aufgabe fokussiert und wollten unbedingt die nächste Übung erreichen. Sie haben beim Lernen sehr viel Spass entwickelt und es wurde auch viel gelacht. Es konnte beobachtet werden, dass Kinder, welche eine Übung bereits geschafft hatten, Tipps an die anderen Kinder gaben, damit diese auch schneller vorankamen. Mit jeder Übung, welche die Kinder geschafft hatten, konnte das wachsendes Selbstvertrauen beobachtet werden. Auch spielerisch wurden grosse Fortschritte bemerkt. Beim ersten Kleinfeldturnier konnten in einer Partie bei einer Spielzeit von zehn Minuten tatsächlich neun Torschüsse mit dem schwachen Fuss gezählt werden. Dies ist eine Steigerung von fast 900 Prozent im Vergleich zum letzten Turnier unter vergleichbaren Bedingungen.

Wie wir das Programm weiterführen werden:

Da wir sehr gute Entwicklungen erleben durften, werden wir das Programm ab sofort auch bei der U10 integrieren und bei der U8 und U9 weiterentwickeln. Die positiven Erfahrungen betreffend der Förderung der Persönlichkeit der Kinder waren sehr gut. Dies gilt es zu erhalten, fortzuführen und weiterzuentwickeln. Ich möchte mich bei allen TrainerInnen bedanken, die sich eingebracht haben und dazu beitragen, den Kindern diese Erfolgserlebnisse zu ermöglichen.

Bild: FCZ
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