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Der FC Zürich erhält einen richtigen Campus
Ein wilder Ritt, das nächste Talent und Fingerzeige für die nahe FCZ-Zukunft

180-Grad-Wandel des FCZ: Die Zürcher beweisen, dass eine alte Fussballweisheit ihre Daseins-Berechtigung hat!

Wenig Tore und wenig Spektakel

Zu Beginn der Saison waren Spiele mit FCZ-Beteiligung für neutrale Zuschauer nicht unbedingt das Gelbe vom Ei. In Zahlen ausgedrückt sah das erste Saisonsviertel der Zürcher folgendermassen aus: In neun Spielen schoss der FCZ gerade einmal acht mickrige Törchen und ingesamt gab es in RSL-Spielen mit FCZ-Beteiligung gesamthaft nur 16 Treffer für die Fussball-Fans zu bejubeln. Dies entspricht einem Schnitt von 1,78 Toren pro Spiel.

Am Ende zählen im Fussball jedoch immer die Ergebnisse und diese sprachen für die defensive Spielweise der Mannschaft von Ludovic Magnin. Aus den besagten neun Spielen konnte der FCZ vier Siege und drei Unentschieden erobern. Nur zweimal ging man als Verlierer vom Platz. Dank den 15 eroberten Punkten, was einem Punkteschnitt von 1,67 pro Spiel entsprach, war man in der Tabelle der erste Verfolger von Leader YB. Kritik an der offensiven Harmlosigkeit und der unspektakulären Spielweise kam trotzdem auf. Immerhin besass man zu diesem Zeitpunkt nebst der harmlosesten Offensive auch die mit Abstand zweitbeste Defensive (nur acht Gegentore) der ganzen Liga.

Der offensive Knoten hat sich gelöst; auf Kosten einer stabilen Defensive

Schaut man sich nun einmal das zweite Saisonviertel, in welchem bis dato sechs von neun Spielen bereits gespielt wurden, an, dann kann man es kaum glauben! Der FCZ hat sich nämlich praktisch aus dem Nichts zu einem absoluten Spektakel-Team gewandelt. Auch dies wird am besten anhand der Zahlen illustriert: In den letzten sechs Spielen erzielten die FCZ Offensivakteure nämlich satte 16 Tore! Man kann also definitiv sagen, dass sich der offensive Knoten bei den Stadtzürchern gelöst hat. Jedoch nicht, ohne Opfer; denn die zu Saisonbeginn so starke Defensive kassierte in der gleichen Zeitspanne gleich 15 Gegentreffer! Insgesamt gab es somit für die Zuschauer bei FCZ-Partien gleich 31 Treffer in diesen sechs Partien zu bestaunen, was einem Schnitt von 5,17 Toren pro Spiel entspricht! Fussball zum Zuschauen macht nun plötzlich wieder richtig Spass, wenn der FC Zürich beteiligt ist.

Doch hat sich die offensive Spielweise der Zürcher auch in den ergatterten Punkten widergespiegelt? Nun ja, davon kann nicht wirklich die Rede sein! Gerade einmal einen Sieg konnte man im zweiten Saisonviertel bislang bejubeln und dreimal musste man die Punkte teilen. Ausserdem verliess man zweimal den Platz als Verlierer. Nur sechs Punkte aus den letzten sechs Spielen entspricht dann auch nur einem einzigen Punkt pro Spiel! Der Punkteschnitt hat sich also im Vergleich zum ersten, eher unspektakulären, Saisonviertel um einiges verkleinert. Dies hat sich auch in der Tabelle bemerkbar gemacht, ist man doch mittlerweile auf den vierten Platz abgerutscht.

Was sagen uns die nackten Zahlen also? In erster Linie bestätigt es die berühmte Fussball-Weisheit, nach derer die Offensive zwar Spiele gewinnt, die Defensive jedoch Meisterschaften holt. Zwar machen für den neutralen Zuschauer FCZ-Spiele zurzeit mehr Spass, doch die FCZ-Fans dürften sich eine stabilere Defensive zurückwünschen, spielte man doch resultattechnisch definitiv erfolgreicheren Fussball. Die Balance zwischen Offensive und Defensive muss bei den Zürchern unbedingt noch verfeinert werden und darauf wird wohl sicherlich auch Ludovic Magnin sein Hauptaugenmerk legen.

Die nächste Prüfung, wie gut diese Balance schon funktioniert, steht nun am Donnerstagabend im, für die bereits qualifizierten FCZler, bedeutungslosen Europa-League-Heimspiel gegen Larnaka auf dem Programm. Die Fans werden dann sowohl auf Spektakel, aber gleichzeitig auch auf einen Sieg hoffen. Müssten sie jedoch wählen, würden sie mit Sicherheit einen Sieg bevorzugen...

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