DE FR EN
Das 1-Millionen-Spiel
Der FCZ weckt Fantasien

Der FCZ fängt erst an, als alles vorbei ist

Nein, das mag Ludovic Magnin nicht sagen. Nicht hier, in aller Öffentlichkeit, kurz nach dem 0:2 im St.-Jakob-Park. Der Trainer des FC Zürich spricht nicht gerne davon, dass seine Spieler an diesem windigen Sonntag eine Chance ausgelassen haben. Lieber erzählt er, wie er sich schon unter der Woche gewundert habe, dass ihm vor dem Spiel in Basel keine Fragen zu seiner Mannschaft gestellt worden seien. Und dafür ganz viele zur Krise des Gegners. Magnins mahnende Worte an die Presse: «Das ist immer noch der FC Basel.»

Und doch muss sich Magnin darüber ärgern, wie sein FCZ in der ersten Halbzeit aufgetreten ist. Als wisse er nicht, dass der Gegner nach einer turbulenten Woche mit öffentlich gewordenen Machtkämpfen in den Seilen hängt. Als trete dieser FCB nicht mit zwei 20-jährigen Innenverteidigern an; einer davon ohne auch nur eine Minute Erfahrung in der Super League. Als spürten die Zürcher nicht, wie die Basler Füsse in den ersten Minuten zittern.

Sogar bei Luca Zuffi tun sie das, der sonst so unerschütterlich wirkt wie der idealisierte Bergbauer in der Käsewerbung. Aber Stephen Odey schlägt nicht zu, als Zuffi und mit ihm der ganze FCB in der 6. Minute die Deckung sinken lässt und den Weg in Richtung Tor frei macht.

Odey macht keine Werbung vor den Bundesliga-Scouts

Die Partie in Basel wird vom SC Freiburg genutzt, um Odey zu beobachten. Aber der Stürmer des FCZ macht nicht nur in dieser Szene keine Werbung in eigener Sache. Nach seiner Chance taucht er erst ab, dann vergibt er in der 77. Minute alleine vor dem Basler Goalie Jonas Omlin.

Aber da ist die Partie schon entschieden. Albian Ajeti in der 19. Minute und Raoul Petretta mit einem Traumtor gleich nach der Pause haben den Unterschied zugunsten der Basler gemacht. Und Hekuran Kryeziu bleibt nur festzustellen: «Wir haben die erste Halbzeit komplett verpasst. Das darf uns eigentlich nicht passieren.» Danach ist es egal, dass der FCZ in einer immer stärker an Niveau verlierenden zweiten Halbzeit das leicht bessere Team stellt. Bei der Zürcher Stabilisierung hilft, dass Magnin seine überforderte Abwehr von einer Dreier- auf eine Viererkette umstellt.

Eine bestandene Spitzenmannschaft stellt der FCZ derzeit jedenfalls noch nicht. Auch wenn Sportchef Thomas Bickel sechs Punkte aus den letzten beiden Spielen vor der Winterpause gefordert hatte - und damit den Sprung auf den zweiten Platz der Liga. Den hat Zürich nun verpasst. Und das «nicht zum ersten Mal», wie Magnin feststellt: «Das zeigt, dass wir auf dem Weg sind - aber noch nicht dort, wo wir sein wollen.»

Magnin bringt gleich zwei Liga-Debütanten

Nach der Pause bringt Magnin mit Hakim Genouche und Yann Kasaï zwei Spieler, die noch nie in der Super League gespielt haben. Das ist beim 18-jährigen Genouche drei verletzten Aussenverteidigern geschuldet. Es hat aber schon auch etwas mit der Kaderzusammenstellung zu tun, wenn plötzlich mit Kasaï ein 20-jähriger Stürmer ins kalte Wasser des Klassikers geworfen wird, der erst vor vier Tagen aus der vierthöchsten Schweizer Liga verpflichtet worden ist.

News

Aus dem FC Zürich wird man derzeit nicht schlau – Favre ist weit weg

Aus dem FC Zürich wird man derzeit nicht schlau – Favre ist weit weg

Die Zürcher gewinnen gegen den Tabellenvorletzten Neuchâtel Xamax mit Ach und Krach 2:1. Doch viel mehr ist da nicht. Im Moment ist beim FCZ wenig bis nichts von einer zu Optimismus verleitenden Leistungskurve zu erkennen.

Der FCZ hilft sich und GC mit einem Doppelschlag

Der FCZ hilft sich und GC mit einem Doppelschlag

Schlüsselspiel: Die Zürcher besiegen Xamax 2:1. Wieder ist Benjamin Kololli entscheidend.

Leiden mit Ancillo Canepa

Leiden mit Ancillo Canepa

Der FC Zürich holt mit einem Penalty in letzter Minute gegen Thun ein 2:2.Präsident Canepa erlebt dabei einen Nachmittag mit grossen Emotionen.

Der FCZ feiert in Thun ein Remis – dank einem Penaltytor in der Nachspielzeit

Der FCZ feiert in Thun ein Remis – dank einem Penaltytor in der Nachspielzeit

Seit nunmehr elf Runden hat der FC Zürich nicht mehr gewinnen können, über das 2:2 in Thun darf er sich aber dennoch freuen.

Alle News
Werbung