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Zwischen Frust und Frustlöser
Winters Tor rettet das Derby

Grasshoppers bleiben ohne Punkte

16400 Zuschauer sahen ein Derby zweier Teams, die noch auf der Suche nach Form und Stilsicherheit sind. Immerhin, der FCZ hat nach zwei Runden schon sechs Punkte gefunden, GC noch keinen. Im Verhältnis zu den Leistungen gegen Thun und nun gegen den Stadtrivalen ist das für den FCZ eine reichliche Ausbeute.

Die Grasshoppers mögen auf dem Weg zur Niederlage gegen YB von Pech begleitet worden sein, der Nuller im Derby war allerdings nichts als gerechtfertigt. Denn diesmal gerieten sie kurz nach der Pause nach einer Standardsituation in Rückstand und waren fortan klar schwächer. 8:0 Ecken für GC, aber 2:0 Tore und 3:0 Stangenschüsse für den FCZ - das waren schliesslich die Zahlen zum Spiel.

Klar, Adrian Winters 1:0 nach starker Einzelleistung fiel aus heiterem Himmel. Aber dass es reichte, sie völlig von der Rolle zu schieben, muss den Grasshoppers zu denken geben. Aus Sicht des Trainers Thorsten Fink waren sie in der ersten Halbzeit besser, der FCZ in der zweiten. Insgesamt habe sein Team mehr Ballbesitz, mehr Standards, mehr Ecken gehabt. «Nur im Strafraum waren wir zu wenig gefährlich.» Ludovic Magnin liess deutlich durchblicken, dass er diese Sicht der Dinge nicht teilt. Für ihn hatte der FCZ in einer ausgeglichenen ersten Halbzeit vor allem Fehler vermeiden wollen. Das sei gelungen, und mit der Fortsetzung nach dem 1:0 sei er sehr zufrieden. Der FCZ-Trainer sah «Fortschritte vom ersten zum zweiten Spiel».

Magnin freute natürlich, dass der FCZ das Derby gewonnen hat, obwohl ihm mit Michael Frey und Raphael Dwamena die Sturmspitzen erster Wahl fehlten. Frey musste wegen Wadenproblemen aussetzen, den Ghanaer Dwamena nahm Magnin nicht mal ins Aufgebot. «Weil er zu viel im Kopf hat.» Und zwar zu viel, das nichts mit dem Spiel zu tun hat. Dwamena ist wieder einmal, wohl in Spanien, in Transferverhandlungen. Also freute Magnin besonders, dass einer das 2:0 schoss, der auch taktisch Fortschritte gemacht habe, der erst 20-jährige Nigerianer Stephen Odey. Benjamin Kololli lief nach 70 Minuten erstmals für den FCZ aufs Feld und war eine Viertelstunde später der dritte seines Teams, der Latte oder Pfosten traf.

Für GC war der zweite Auftritt im Vergleich zum ersten ein eindeutiger Rückschritt. Es waren, zumal nach dem 0:1, weniger kollektiv gute Ansätze als schlechte Einzelleistungen zu sehen - wie die des Verteidigers Cédric Zesiger, des nur zu Beginn der Partie präsenten Raphael Holzhauser oder des Stürmers Marco Djuricin. Der hatte in 90 Minuten nicht eine einzige gute Szene.

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