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Ein wilder Ritt, das nächste Talent und Fingerzeige für die nahe FCZ-Zukunft
Um 15.17 Uhr bricht Jubel aus - und Spekulationen schiessen ins Kraut

Hekuran Kryeziu hat sich im FC Zürich prächtig eingelebt

Er hat Qualitäten, die etwas Kräftiges ergeben, wenn sie miteinander verbunden werden. Zürichs Spielmacher und Organisator im defensiven Mittelfeld, Hekuran Kryeziu, der Kosovare, verbindet Übersicht, Spielintelligenz, technisches Know-how und Zweikampfstärke. Das ist in dieser Kombination eher selten. «Deshalb habe ich ihn sieben Mal am Tag angerufen, als er ablösefrei zu haben war», sagt Ludovic Magnin, der Trainer des FC Zürich, mit einem Lachen. Die Beharrlichkeit Magnins scheint sich gelohnt zu haben.

Der Vertrag in Luzern lief in diesem Sommer 2018 aus. Kryeziu hat sich prächtig eingelebt in Zürich. «Ich fühle mich wohl hier, ich wollte das Neue und habe es bekommen», sagt er. Bekommen hat Kryeziu auch eine etwas veränderte Rolle. Magnin, der Zürcher Chefcoach, will ihn «mehr dort, wo der Druck ist». Er solle sich also weniger in den Background fallen lassen. Er müsse «ein paar Laufwege anders machen», sagt Kryeziu. Und noch etwas schätzt Magnin an ihm – vielleicht, weil er selbst diesen Charakterzug so innig verkörpert: «Hekuran verträgt keine Ungerechtigkeiten, er weiss sich zu wehren.»

In Neuenburg gegen Xamax hat sich noch eine weitere Qualität gezeigt: Kryeziu kann Tore schiessen, wunderschöne dazu. Beim 3:3-Remis gegen Xamax schoss der Mittelfeldspieler 2, das 2:2 sei «von einem anderen Stern» gewesen, lobte sein Trainer. Es sei auch ein wenig Glück gewesen, sagt Kryeziu, den Ball volley so zu treffen.

Die Treffer waren für den FC Zürich nach einem Zweitorerückstand das Ticket zurück in die Partie. Der Goalie Yanick Brecher patzte beim ersten Gegentreffer grob. Und was sagt Kryeziu dazu? Es sei «menschlich», manchmal solche Fehler zu begehen.

Kryeziu selbst macht nicht so viele in diesen Wochen und spielt auch eine wichtige Rolle in der kosovarischen Nationalmannschaft unter dem Trainer Bernard Challandes. Niemanden wundert das. Und Magnin sagt: «Er hat noch mehr in sich.»

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