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Eine Frage der Klasse
Mit dem Kopf schon beim Derby

Nach den Fehlern das Derby

Salim Khelifi versucht gar nicht erst, etwas schönzureden. Er redet nicht von einem Ausrutscher, er sagt nicht, man müsse jetzt von Spiel zu Spiel schauen. Er erzählt einfach, wie es halt war an diesem Donnerstagabend. Der Torschütze vom Spiel gegen AEK Larnaka gibt zu, dass sein Team gedanklich wohl etwas zu sehr beim Derby war, das morgen stattfindet. Und er weiss auch: «Das war eine ganz schlechte Leistung.» So wird es auch gegen die Grasshoppers, den Drittletzten der Super League, schwierig.

Die zwei Gegentore entstanden nach individuellen Fehlern von Fabio Dixon und Victor Palsson. Es waren Fehler, wie sie Trainer Ludovic Magnin unbedingt hatte vermeiden wollen. Dumme Tore, sagt Khelifi, fügt aber an: «Das ist das Gute im Fussball. Es geht immer gleich weiter.»

Der FCZ war zu Beginn der Saison für defensive Stabilität und offensiven Minimalismus gestanden, hatte wenig Tore kassiert und nicht viel mehr geschossen. Seit Oktober präsentiert sich Magnins Team verändert. 31 Tore gab es in den letzten sechs Super-League-Spielen mit FCZ-Beteiligung. «Ein mentales Problem», sagt Magnin, der gerne von Mentalität spricht. Viele Spieler seien müde.

Das Foul, das Magnin ärgert

Gegen Larnaka war der unbändige Siegeswille kaum zu sehen, in der zweiten Halbzeit zeigten zwar junge Spieler wie Dixon (19) und Bledian Krasniqi (17) bei ihren Europa-League-Debüts engagierte Leistungen. Das Derby am Sonntag aber ist wichtiger. Darum beschäftigten Magnin nach dem Spiel nicht unbedingt die Fehler, die zu den zwei Gegentoren geführt hatten, sondern eine Szene im Mittelfeld.

Larnakas Franzose Florian Taulemesse stieg nach gut einer Stunde brutal gegen Magnins Captain Victor Palsson ein, Sohle voran gegen das Schienbein. Magnin war ausser sich, sein Geschrei lauter als die Pfiffe der Südkurve, die Szene geschah direkt vor seiner Bank. Der Trainer sagte hinterher: «Solche Spieler haben auf dem Fussballplatz nichts zu suchen.»

Palsson hatte Glück, ausser einer blutenden Wunde und Schmerzen trug der Isländer, eben erst von einer Verletzung zurückgekommen, keine Schäden davon. Am Sonntag wird der Captain wohl wieder dabei sein, wenn Magnin wieder seine beste Mannschaft auf den Platz schickt. Die Pause von Hekuran Kryeziu - er bekam am Donnerstag frei - ist vorbei, auch Benjamin Kololli wird wohl von Anfang an spielen, wenn der FCZ die Grasshoppers zum ersten Derby nach der Stadionabstimmung empfängt.

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