Die Aktion Rüberschaukeln scheitert
FCZ-Trainer Ludovic Magnin: «Wir haben ein Versprechen für die Zukunft abgegeben»

Der FCZ hofft auf die Zukunft, Luzern auch

Einen Aufreger gab es dann doch noch in der FCZ-Welt. Das Spiel war längst vorbei und analysiert (so viel gab es da auch nicht aufzuarbeiten: Napoli war schlicht zu stark), der nächste Tag brach an - und der Sicherheitschef des FCZ war verstimmt.

Der Boulevard schrieb von verhafteten FCZ-Fans in Neapel. «Falsch», sagt Kaspar Meng, sie seien aus Schutzgründen auf dem Polizeiposten gewesen und hätten danach ganz normal das Spiel mit den anderen Fans im Stadion geschaut. Überhaupt hätten sich die 2100 mitgereisten Fans vorbildlich verhalten, der italienische Einsatzchef habe ihm keine besonderen Vorkommnisse gemeldet. Diese Feststellung war ihm wichtig, denn auch Meng kennt die eigene Verstimmtheit aus Versäumnissen der FCZ-Anhänger.

Die Jungen glänzen

Der Ausflug nach Neapel war darum eine gelungene Selbstreinigung ohne zählbaren Erfolg - mit der 0:2-Niederlage ist damit auch klar, dass die Fussballschweiz 2020/21 statt 5 noch 4 Europacup-Startplätze hat. «Der FCZ hat ein anderes Gesicht gezeigt», sagte Trainer Ludovic Magnin und meinte: ein schöneres, ein besseres als noch ver-gangene Woche.

Tatsächlich spielte eine Mannschaft, die wollte (und in der Offensive nicht so viel konnte). Ein Team auch, das offensiv eingestellt und mit jungen Spielern bestückt war. Simon Sohm (17) spielte von Beginn an, die Kollegen Zumberi (19), Krasniqi (17) und Charabadse (19) wurden eingewechselt. Sie alle fielen nicht ab, nein, sie gaben der Mannschaft Mut und neue Konturen. Das ist wohl auch das Einzige, was der FCZ mitnehmen kann aus Neapel. Die Gewissheit, dass diese Jungen für die Zukunft viel versprechen und nicht nur bestehen, sondern gar Verantwortung übernehmen. Der FCZ wird diesen Spirit brauchen können. Die Rückrunde startete durchzogen, der FCZ hat sein wahres Gesicht noch nicht gezeigt. So fragt man sich, wie das überhaupt aussehen könnte.

Ein Problem übrigens, das der Gegner vom Sonntag teilt. Der FC Luzern hat René Weiler nach drei Niederlagen in Serie entlassen. Sein Nachfolger heisst Thomas Häberli, der bei YB Kultstatus erlangte, nach der Karriere in Bern Nachwuchstrainer war und ab 2013 in Basel als Talententwickler und Assistenztrainer arbeitete. Es ist für Luzern eine Wahl ohne Glamourfaktor, aber auch ohne grosse finanzielle Risiken. Häberli hat einen Vertrag bis Ende Saison und dürfte nur einen Bruchteil dessen verdienen, was sein Vorgänger bekam. Sollte Weiler seinen Vertrag absitzen, wären ihm über eine Millionen Franken gewiss.

Weiler sagte vor Wochen, dass er beim FC Luzern mit «durchschnittlichen Spielern» arbeiten müsse. Durchschnitt wiederum will Magnin mit dem FC Zürich auf keinen Fall sein. Saisonziel ist Rang 3, dafür braucht der Club Siege. Auch gegen Luzern.

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