Der FCZ gibt weiterhin Rätsel auf
YB rollt über den FCZ

FCZ, wo bist du? – 0:4-Niederlage gegen den Meister YB

Gerardo Seoane, der Trainer der Young Boys, machte im Vorfeld der Partie keinen Hehl daraus: Er gewichtet die Play-off-Chance in der Champions League gegen Roter Stern nächsten Dienstag in Belgrad höher als das Spiel in der fünften Runde der Super League. Hoarau und Sulejmani, zwei Hoffnungsträger für das Spiel in zwei Tagen, durften pausieren. Gleiches galt für den Mittelfeldspieler Martins. Vier Spieler der Formation vom Hinspiel gegen Roter Stern sassen auf der Ersatzbank.

Seoane verordnete seinem Team eine Art 3-5-2-System, erstmals mit dem Dänen Sörensen, der neben Lustenberger und Bürgy zentral verteidigte. Die Retuschen hinderten YB nicht daran, gegen einen ebenfalls anfangs das defensive Zentrum verstärkenden FCZ (Dreierabwehr mit Sohm) überlegen aufzuspielen. Man fragte sich: Warum soll die durchrotierte Berner Mannschaft so viel besser sein als dieser FCZ? Man fand auch nach vertieftem Nachdenken keine Antwort.

Nach den ersten 45 Minuten hätte YB weit höher führen können als nur 1:0. Fassnacht köpfelte, der Ball prallte ans Gehäuse, und der Torhüter Brecher bugsierte den Ball mit dem Bein über die Torlinie. Ein unglücklicher Gegentreffer, aber Fassnacht und Nsame hätten vorher und nachher fast nach Belieben treffen können. FCZ, wo bist du? Zu viel Respekt?

Der FCZ-Trainer Ludovic Magnin fragte sich das vielleicht auch und wechselte für die zweite Halbzeit die jungen Sauter und Di Giusto ein. Der Verteidiger Kharabadze habe sich in der Pause nicht gut gefühlt. Trotzdem war es ein Zeichen für die Unzufriedenheit. Es fiel schon vor dieser personellen Intervention auf, dass sich Zürichs Trainer echauffierte, von seinen Spielern nicht das Spiel sah, das er sich vorstellte. Und es wurde nicht besser.

YB fand in die Dominanz, schoss Tor um Tor bis zum Zeitpunkt, als man aus Zürcher Perspektive Angst haben musste, eine noch höhere Niederlage zu erleiden. Der FCZ-Mittelfeldspieler Marchesano sagte, er finde «nichts Positives» an diesem Auftritt. Und auch der Goalie Brecher rätselte, warum man «keinen Widerstand aufbauen konnte». Magnin sprach vom «schlimmsten Spiel, seit ich hier Trainer bin».

Der YB-Coach Seoane erklärte an der Pressekonferenz, dass Hoarau nach dem Teileinsatz gegen Roter Stern «ein paar Verspannungen spürt». Sulejmani empfinde bei Schüssen und Flanken im Training «leichte Schmerzen» und Martins sei «müde». Seoane liess durchschimmern, dass man für das Spiel in Belgrad gegen den FCZ «ein paar Sachen testen» wollte.

Der Test konnte nicht wunschgemäss vollzogen werden. Der FCZ hatte an diesem Abend schlicht nicht die Qualität, ein valabler Sparringpartner zu sein. Auch wenn es in der Summe schwer zu verstehen ist.

News

Basel gewinnt 4:0 und zeigt dem FC Zürich die Grenzen auf

Basel gewinnt 4:0 und zeigt dem FC Zürich die Grenzen auf

Nach dem Remis von YB und der Niederlage Sittens ist der FC Basel mit drei Punkten Vorsprung alleiniger Leader. Gegen den desolaten FCZ genügt den Baslern eine solide Vorstellung.

Nur noch desolat

Nur noch desolat

Der FC Zürich zerfällt in Basel in seine Einzelteile und kann froh sein, dass er mit einem 0:4 davonkommt - in dieser Verfassung ist er ein Abstiegskandidat.

Der FCZ siegt dank Debütantentoren

Der FCZ siegt dank Debütantentoren

Simon Sohm und Aiyegun Tosin schiessen beim 2:0-Heimsieg gegen den FC Thun ihre ersten Super-League-Treffer. Die Berner Oberländer müssen 70 Minuten lang in Unterzahl spielen.

Magnins Rat bringt Tosin gleich das erste Tor

Magnins Rat bringt Tosin gleich das erste Tor

Die Zürcher schlagen Thun 2:0. Auch weil der Videoschiedsrichter das Spiel früh in ihre Richtung lenkt.

Alle News
Anzeige