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Der FCZ und seine Georgier
Ravet läuft und leidet

GC belohnt sich im Zürcher Derby gegen den FCZ schlecht

Wie René van Eck dasass, die tätowierten Armee entblösst, erinnerte er an einen Rocker, und der Gegensatz zu seinem Sitznachbarn hätte nicht grösser sein können. Van Eck hockte im Bauch des Letzigrunds, der Assistent hatte während des Derbys den ­gesperrten FCZ-Coach Ludovic Magnin vertreten. Neben ihm sass der GC-Trainer Thorsten Fink, Brille, Anzug, er sah ein bisschen aus wie ein Versicherungsberater. Van Eck sagte: «Die drei Punkte waren wichtig in Hinblick auf Napoli.» Am Donnerstag spielt der FCZ in der Europa League. Fink sass daneben, ein Gesicht, als hätte Van Eck gerade entschieden, seine Harley doch nicht von Fink versichern zu lassen.

Finks Team hatte so gut gespielt wie seit Wochen nicht. Und doch verloren. Als der FCZ-Aussenverteidiger Kharabadze schon in der 7. Minute das 1:0 erzielte, muss es manchem Zuschauer im Letzigrund bange geworden sein um diese junge GC-Abwehr. Doch es passiert etwas Seltsames in diesem Zürcher Derby, etwas, das man diese Saison noch selten gesehen hat: GC diktierte das Spiel. Der vom SC Freiburg ausgeliehene Ravet spielte auf dem Flügel, Ravet ist eine Erinnerung – nicht an grosse GC-Zeiten, aber immerhin an bessere: 2015 war er Teil einer GC-Mannschaft, die manchmal begeisternden Fussball zeigte. Immer wieder drängte Ravet nach vorne: Einmal lief er auf den FCZ-Verteidiger Maxsø zu, spielte den Ball rechts an ihm vorbei, lief aber links, erster Trick aus der Fussballschule – Maxsø konnte ihn nur noch zurückreissen. Es hätte wohl Rot geben müssen. Minuten später war es Ravet, der den entscheidenden Ball auf den Flügel spielte, Gjorgjev flankte, der Ball sprang Kharabadze im Strafraum an die Hand. Holzhauser verwertete in der 38. Minute den Penalty, 1:1.

Es hätte ein Spiel werden können wie aus dieser besseren GC-Zeit, irgendwann kam auch noch Tarashaj ins Spiel, ebenfalls 2015 schon dabei. Und der Versicherungsberater Fink wäre zufrieden gewesen. Aber dann ging ihm der Abschluss doch noch durch die Lappen.

In der 80. Minute traf Maxsø, in der 85. Domgjoni, 3:1, es wurde als Eigentor des GC-Goalies Lindner gewertet, weil dem der Ball vom Pfosten an der Rücken sprang. Beide Male kamen die Torschützen im Strafraum ungehindert zum Abschluss, beide Male wirkte die GC-Abwehr ähnlich überfordert wie beim ersten Gegentor.

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