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Verlierer unter sich – Remis zwischen dem FCZ und St. Gallen
Er darf nicht mehr spielen

Nef und Barnetta ohne Happy End in die Pension

Melancholie füllt den Letzigrund beim Spiel FC Zürich gegen St. Gallen. Ein Grosser geht. Alain Nef, 1,90 Meter lang, 37 Jahre alt, im Umfeld des FCZ als Legende bekannt wegen seiner Loyalität und des einen Einwurfs aus dem Jahr 2006 - Nef beendet die Karriere dort, wo er als 16-jähriger Junior begonnen hat. Also tragen die FCZ-Spieler Einlaufleibchen, von denen Junior Nef schaut. Die Mitspieler stehen Spalier beim Einlaufen, die Fans schenken ihm eine Choreografie so gross wie die ganze Südkurve, das Präsidentenehepaar Canepa spendiert Händedruck und Erinnerungsbild. Und dann wird noch einmal der 93. Minute aus dem Jahr 2006 gedacht, als Nef mit einem Einwurf Tor und Meistertitel in letzter Sekunde einleitete. Nef spielte in Italien, Spanien und Bern, wusste aber immer, dass er in Zürich die Karriere beenden wird.

Den Fussballer, der in die grosse Fussballwelt auszog und am Ende wieder in der Heimat landete, haben auch die St. Galler: Tranquillo Barnetta, seit gestern ebenfalls Fussballrentner. Weil gerade Tag des Abschieds ist, verdankt der FCZ auch Pa Modou und Co-Trainer René van Eck, die den Verein verlassen - und als wäre das nicht genug, verabschiedet sich der FCZ mit dem 1:1 so ganz nebenbei auch von der Europa League. Weil St. Gallen trotz besten Möglichkeiten kein zweites Tor gelingt, scheitern auch sie. So bleiben die Szenen bei Spielende. Nef wird in der Nachspielzeit ausgewechselt, das ganze Stadion steht und singt seinen Namen, Barnetta umarmt ihn, der Schiedsrichter pfeift kurz darauf ab, Nef geht vor die Südkurve, lässt sich hochleben, Tränen laufen, dann steigt er hoch zu den Fans in die Südkurve, nimmt das Mikrofon und stimmt ein Lied an. Auf was er sich nun am meisten freut: «Im Stadion Wurst essen und Bier trinken.»

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