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Der FCZ in Bern auf emotionaler Achterbahnfahrt
Magnin fehlt die Mayonnaise

YB mit Glücksgefühlen - der FCZ mit der Wut

Es war nur eine Vollzugsmeldung, doch sie setzte noch einmal Glücksgefühle bei den Young Boys frei. Am Donnerstag gab der Club bekannt, dass Sportchef Christoph Spycher, wie Ende Januar angekündigt, seinen auslaufenden Vertrag als Sportchef um vier Jahre bis Ende 2022 verlängert hat. Dazu veröffentlichte YB ein Video, in dem Verwaltungsratspräsident Hanspeter Kienberger fast andächtig neben Spycher sitzt und begutachtet, wie dieser die Papiere unterschreibt. Der VR-Präsident nennt den Sportchef den Fahnenträger der Young Boys. «Dementsprechend wichtig ist dieser Tag für den Club. Ich verspüre grosse Freude.»

Einen Tag später sitzt YB-Trainer Gerardo Seoane beim Medientermin in den Katakomben des Stade de Suisse und sagt: «Alle im Verein sind unglaublich glücklich, dass Spycher bleibt.» Seine Ernennung zum Trainer letzten Sommer war der vielleicht weitreichendste Entscheid, den der Sportchef in seiner zweieinhalbjährigen Amtszeit fällte - Meistercoach Adi Hütter hatte noch Vorgänger Fredy Bickel geholt. Seoane meint: «Nach acht Monaten in Bern kann ich getrost sagen, dass Spycher die wichtigste Figur von YB ist.»

Ebenfalls verlängert wurde der auslaufende Vertrag mit Ausbildungschef Gérard Castella. Der 65-jährige Romand mit grossen Fachkenntnissen und weitem Beziehungsnetz ist einer jener Akteure, die im Hintergrund wirken, aber massgeblich am Erfolg beteiligt sind.

Und so ist es nicht absehbar, dass die Young Boys von ihrem Weg abkommen werden. Einem Weg, der die Berner zum ersten Meistertitel seit 32 Jahren führte und nun zielsicher auf den nächsten zusteuern lässt. Einem Weg auch, auf dem die Berner mittlerweile seit 51 Ligapartien immer mindestens ein Tor erzielt haben.

Das letzte Mal, als ihnen keinen Treffer gelang, war am 19. August 2017 im Letzigrund - gegen den morgigen Gegner FC Zürich. Fast gleichzeitig an diesem Tag coachte Seoane die U-21 des FC Luzern zu einem 4:3 Sieg auf dem Sportplatz Schlottermilch des FC Sursee. Der 40-Jährige ist während der Torserie von Gastspielen auf Provinzplätzen via den Cheftrainersessel Luzerns zum begehrtesten Coachingjob der Schweiz gekommen. Er muss nun nicht mehr überlegen, wie er die Rüedis oder Ulrichs ersetzt, sondern die Hoaraus, Mbabus und Sulejmanis, die allesamt verletzt sind. Letzten Sonntag beim 1:1 in Thun zeigte YB ohne dieses Trio eine der schwächeren Darbietungen in dieser Saison.

Der FCZ fragt sich nach dem Warum

Andere Sorgen hat YBs Gegner von heute Sonntag. Das 1:3 gegen Neapel in der Europa League hat beim FC Zürich Fragen aufgeworfen. Nicht wegen der Niederlage an sich, doch wegen der Art und Weise, wie sie zustande kam. An Hemmungen litten die Spieler, analysierte Ludovic Magnin, an einer Blockade. Er fragte nach dem Warum und wusste am Tag danach noch immer keine Antwort.

So kommt die Aufgabe in Bern gelegen. Wiedergutmachung. Mittelfeldspieler Hekuran Kryeziu sagt, dass man im Vergleich zu Napoli wisse, was sie in Bern erwarten würde. Der Meister. Der Leader. Eine Mannschaft, die Anfang Oktober das letzte Mal verloren hat. Aber eben auch: nicht Napoli. Nur ist dieser Kryeziu gesperrt, genauso wie Benjamin Kololli. Es könnte zum Debüt von Grégory Sertic kommen, der Leihe aus Marseille.

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