Mehmedi in der A-Nati, sechs FCZ'ler in der U21-Nati
Vorschau FC Zürich - Standard Lüttich

Der FCZ besiegt Lüttich 1:0 und steht im Playoff der UEFA Champions League

Endlich ein Erfolgserlebnis für den FC Zürich! Der Stadtclub bezwang heute Abend den belgischen Vertreter Standard Lüttich dank eines Mehmedi-Tores mit 1:0. Damit ist das Team von Trainer Urs Fischer in den UEFA-Champions-League-Playoffs vertreten.

Das Heimteam startete gut in die Partie und es war von Beginn weg sichtbar, dass ein anderer FC Zürich als zuletzt noch in Lausanne ans Werk ging. Die grossen Torchancen konnte man in der Startphase aber noch nicht verzeichnen. Das erste Mal gefährlich vor dem Standard-Tor war der FCZ in der 21. Minute – und wie! Admir Mehmedi wurde von Lüttich-Verteidiger Yoni Buyens als letzter Mann im Strafraum gefoult. Es gab Penalty und zu allem Lütticher Übel auch noch die rote Karte gegen Buyens. Der Entscheid des italienischen Unparteiischen Paolo Valeri war zwar hart, aber regelkonform. Zum fälligen Strafstoss trat der Gefoulte gleich selber an – und er scheiterte. Torhüter Bolat konnte den Ball an den Pfosten lenken. Der gegnerische Keeper präsentierte sich in der Folge immer wieder als „Spielverderber“. Auch beim Freistoss von Rodriguez (45.) war der Schlussmann zur Stelle. 0:0 zur Pause.

Nach der Pause drückte der FC Zürich weiter auf den Führungstreffer. Die Schüsse von Alphonse (50.) und Rodriguez (51.) verfehlten das Gehäuse jedoch. In der 58. Minute jubelten die FCZ-Fans unter den 10 500 Zuschauern im Stadion Letzigrund: Aegerter lancierte Mehmedi mit einem perfekten Zuspiel und der Youngster hob den Ball clever über den gegnerischen Torhüter zum 1:0 in die Maschen. Die Freude über diesen Treffer war gross.
Nach 65 Minuten eröffnete sich Gonzalez, dem späten Lüttich-Torschützen im Hinspiel, die Möglichkeit zum Ausgleich, doch FCZ-Goalie Leoni lenkte den Ball um den Pfosten. Es war die einzige Torchance der zehn Lüttich-Spieler in der zweiten Halbzeit. Die zahlenmässige Überlegenheit kam dem FC Zürich sicherlich nicht ungelegen, aber man darf auch festhalten, dass die Zürcher heute Abend nicht nur deswegen eine überzeugende Partie zeigten und den Gästen kaum Raum für gefährliche Aktionen zugestanden.
„Vorwerfen“ muss man den FCZ’lern jedoch die mangelnde Chancenauswertung. Das Spiel hätte früher entschieden sein müssen. Rodriguez (67.), Alphonse (75.) und Djuric (79.) verpassten die vorzeitige Siegsicherung. Bestraft wurde die fehlende Effizienz jedoch glücklicherweise nicht, denn Standard Lüttich warf in den Schlussminuten zwar nochmals alles nach vorne, ernsthaft in Bedrängnis konnten sie das Tor von Johnny Leoni aber nicht bringen. Trotzdem, die 4 1⁄2 Nachspielminuten kamen einem als FCZ-Fan wie eine Ewigkeit vor, ehe endlich der erlösende Schlusspfiff von Schiedsrichter Valeri ertönte ...

Die Auslosung für die nächste Runde findet am kommenden Freitag, 5. August 2011, ab 12.00 Uhr in Nyon statt. Die möglichen Gegner in den Champions-League-Playoffs heissen Bayern München, Arsenal London, Olympique Lyon, Benfica Lissabon und Villareal. Gespielt wird am 16./17. und 23./24. August. Das ist aber Zukunftsmusik: Zuerst steht am Sonntag das wichtige Meisterschafts-Heimderby gegen den Grasshopper Club Zürich auf dem Programm.

FC Zürich - Standard Lüttich 1:0 (0:0)

Letzigrund - 10 500 Zuschauer - SR Valeri (Italien)

Tor: 58. Mehmedi 1:0

Zürich: Leoni; Philippe Koch, Beda, Teixeira, Rodriguez; Nikci, Kukuruzovic, Aegerter, Djuric (82. Barmettler); Mehmedi (80. Chermiti), Alphonse (90. Raphael Koch)

Lüttich: Bolat; Opare (34. Goreux), Kanu, Felipe, Pocognoli (61. Camara); Leye, Buyens; Nong (61. Benteke), Gonzalez, Van Damme; Tchité

Bemerkungen: Zürich ohne Chikhaoui, Margairaz, Zouaghi (alle verletzt), Brecher, Brunner, Drmic, Gajic und Stahel (alle nicht im Aufgebot). Lüttich ohne Defour und Mangala (beide nicht im Aufgebot). 23. Bolat lenkt Foulpenalty von Mehmedi an den Pfosten.

Verwarnungen: 20. Mbaye (Foul), 23. Van Damme (Reklamieren), 44. Felipe (Foul), 68. Djuric (Foul), 86. Philippe Koch (Foul)

Rote Karte: 21. Buyens (Notbremse)

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