Heute Abend: Autogrammstunde mit Josip Drmic an der ZÜSPA
Der FC Zürich in Rumänien angekommen

2:2 in Vaslui

Der FC Zürich kehrt mit einem harterkämpften, aber hochverdienten Punkt aus Rumänien zurück.

Vaslui hatte zwar die erste Chance der Partie (Kopfball von Adailton in der 3. Minute), musste sich ansonsten in der 1. Halbzeit aber klar von den Gästen aus Zürich dominieren lassen. In der 6. Minute parierte Goalie Cerniauskas einen Aegerter-Schuss, wenig Mühe hatte der Vaslui-Schlussmann auch bei einem Abschluss von Nikci in der 14. Minute. Chermiti (21.) und Nikci (24.) verpassten je eine weitere gute Möglichkeit zur FCZ-Führung. Dazwischen gab Sanmartean aus der Distanz einen Schuss auf das FCZ-Tor ab (22.). Die FCZ-Dominanz widerspiegelte sich erst in der 32. Minute auf der Anzeigetafel. Nach einer präzisen Flanke von Captain Aegerter brachte sich Alphonse in die richtige Abschlussposition und traf per Kopf zum 1:0 für den FCZ. Drei Minuten nach der Zürcher Führung provozierte Milanov Torgefahr im FCZ-Strafraum, doch die Hereingabe des Vaslui-Verteidigers fand keinen Abnehmer und rollte knapp am FCZ-Tor vorbei. Nach 42 Minuten hätte Chermiti alleine auf das gegnerische Tor laufen können, doch der israelische Unparteiische Menashe Masiah hatte ein Foul des Tunesiers gesehen – eine umstrittene Entscheidung. Die Rumänen hatten dem FC Zürich in der 1. Halbzeit spielerisch nicht viel entgegenzusetzen, fielen hingegen das eine oder andere Mal durch grobe Interventionen auf.

Wenige Minuten nach der Pause gab es zwei heikle Szenen im FCZ-Strafraum zu überstehen, doch gemeinsam konnte die FCZ-Verteidigung die Situationen entschärfen. In der 58. Minute bot sich dem FCZ die Chance zum Ausbau der Führung. Schönbächler flankte den Ball von rechts in die Mitte, wo Alphonse das Spielgerät nur knapp am Tor vorbei spedierte. Zwei Minuten später überschlugen sich die Ereignisse in Piatra Neamt. Nach einem Laufduell mit Raphael Koch legte sich Wesley im Strafraum hin, Masiah taxierte diese Aktion als Foulspiel des Zürchers und zeigte nicht nur auf den Penaltypunkt, sondern dem FCZ-Verteidiger auch noch die rote Karte. Für diesen Entscheid erntete der Schiedsrichter kein Verständnis von den FCZ’lern und den rund 200 mitgereisten Fans, welche die Mannschaft im strömenden Regen lautstark unterstützten. Der vermeintlich Gefoulte lief in der Folge gleich selber zu diesem umstrittenen Strafstoss an und verwandelte ihn zum 1:1. In der 77. Minute kam es noch schlimmer für die dezimierten Zürcher: Temwanjera nutzte einen Stellungsfehler in der Zürcher Defensive aus und schoss den Ball an Johnny Leoni vorbei zum 2:1 ins Tor. Die Reaktion der Zürcher liess sich sehen: Nur eine Minute später traf der eingewechselte Mehmedi per Kopf nach einem Freistoss von Neo-Nationalspieler Ricardo Rodriguez zum 2:2. Damit war eine heisse Schlussphase eingeläutet: In der 88. Minute landete ein Ball nach einem Vaslui-Angriff an der Latte des FCZ-Gehäuses, in der dritten Minute zischte ein Schuss von Sanmartean knapp über das Zürcher Tor. Kurz danach war die Partie fertig und das 2:2 stand als Schlussresultat fest.

Am Sonntag geht es bereits in der nationalen Meisterschaft weiter. Das Zürcher Derby gegen GC steht auf dem Programm.

FC Vaslui - FC Zürich 2:2 (0:1)

Ceahlaul Piatra Neamt - 2500 Zuschauer - SR Masiah (Israel)

Tore: 32. Alphonse 0:1, 62. Wesley (Foulpenalty) 1:1, 77. Temwanjera 2:1, 78. Mehmedi 2:2

Vaslui: Cerniauskas; Milanov, Papp, Farkas, Milisavljevic (72. Jovanovic); Adailton, Pavlovic, Sanmartean; Wesley, Temwanjera, Bello (46. Costin)

Zürich: Leoni; Philippe Koch, Raphael Koch, Teixeira, Rodriguez; Schönbächler (87. Chikhaoui), Zouaghi, Aegerter, Nikci (63. Mehmedi); Chermiti (63. Barmettler), Alphonse

Bemerkungen: Zürich ohne Beda, Djuric, Kukuruzovic (alle verletzt), Brecher, Brunner, Drmic und Gajic (alle nicht im Aufgebot).

Verwarnungen: 15. Wesley (Foul), 45.+1 Temwanjera (Foul), 74. Pavlovic (Foul), 92. Barmettler (Foul)

Rote Karte: 60. Raphael Koch (Notbremse)

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