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Optimale Bedingungen in Lagos für den FCZ

Fredy Bickel: "Es sind sehr intensive Wochen"

Für FCZ-Sportchef Fredy Bickel sind es hektische Tage. Die Mannschaft verändert sich, erste, grosse Namen haben den Verein verlassen. Wie will Bickel Mehmedi, Rodriguez und Djuric ersetzen? Welche Spieler werden schon bald das Trikot des Stadtclubs tragen und vor allem wie wählt unser Sportchef die richtigen Spieler aus? Diese und andere Fragen hat Fredy Bickel im Trainingslager in Lagos beantwortet.

Fredy Bickel, wie sieht im Moment dein Tagesablauf aus?

(lacht) Es sind lange Tage. Am Morgen vor dem Frühstück checke ich meine Mailbox. Es kommen sehr viele E-Mails. Zuletzt ging es um den Rodriguez-Transfer und da Wolfburg in Dubai im Trainingslager weilt, sind viele E-Mails in der Nacht eingetroffen. Ich konnte bisher beim besten Willen noch nicht alle E-Mails beantworten. Nach dem Frühstück lese ich online die Schweizer Medien, um zu wissen, was wieder spekuliert wird. Das Training will ich hier in Lagos auf alle Fälle immer sehen. Es gibt in den nächsten Tagen und Wochen doch einige zum Teil schwierige Entscheidungen zu treffen. Wenn die Mannschaft sich erholt, geht die Arbeit weiter. Ich tausche mich viel mit dem Trainerstab aus. Wir sprechen uns ab und beraten uns. Dazwischen kommt ein Telefonanruf nach dem anderen. Es ist wirklich eine sehr intensive Zeit. Aber das gehört zu meinem Job dazu.

Wie viele Spieler werden dir eigentlich im Moment angeboten?

Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass mir alle 15 Minuten ein Spieler von einem Agenten angeboten wird. All diese Gespräche kosten Zeit. Deshalb kann ich im Moment praktisch keine E-Mails und SMS beantworten. Es ist wirklich unmöglich. Nicht einmal die privaten SMS kann ich beantworten. Es ist einfach nicht möglich.

Gibt es einen Moment der Erholung auch für dich?

Den muss es geben. Am Abend sitze ich mit dem Staff zusammen. Wir reden nicht nur über Fussball und gönnen uns dabei zwischendurch einen guten Schluck Wein. Es ist auch die Möglichkeit, noch näher zusammenzurücken. Der Staff ist wichtig. Das Trainer- und Betreuerteam muss funktionieren. Wenn man auf dem Platz eine Mannschaft sein will, so muss man es an der Seitenlinie genau so sein.

Ist es dein bisher intensivster Januar?

Die letzten zwei Monate waren sehr intensiv. Sie haben wirklich sehr viel Kraft gekostet und mich teilweise an die Belastungsgrenze gebracht. Allein die letzten Tage: Djuric und Rodriguez an einem Abend zu transferieren, war happig. Ich habe um 22.00 Uhr das Büro verlassen und bin nach Hause gegangen. Dort habe ich gepackt und die letzten Vorbereitungen für das Trainingslager getroffen. Um 1.30 Uhr bin ich ins Bett und um 4.30 Uhr wieder aufgestanden. Um 7.00 Uhr bin ich von Zürich abgeflogen und via London nach Faro geflogen, um vor der Mannschaft hier in Lagos einzutreffen. In einem Trainingslager muss alles stimmen. Deshalb ist die Pflege der Details sehr wichtig. Eine gute Vorbereitung ist von enormer Bedeutung. Wir haben einiges gut zu machen in der zweiten Meisterschaftsphase. Hier in Lagos sind die Bedingungen hervorragend. Wir können hier dank der tollen Anlage die Basis für einen hoffentlich erfolgreichen Frühling legen.

Wie sieht der FCZ beim Start am 4. Februar aus? Inwiefern wird sich das Team bis dorthin noch verändern?

Das ist heute schwierig zu sagen. Ich habe den Trainern im Dezember gesagt, dass es höchstens zwei Abgänge geben werde. Mittlerweile haben uns schon drei Spieler verlassen. Ich habe zusammen mit dem Präsidenten der Mannschaft beim Trainingsstart am 4. Januar gesagt, dass kein Abgang bevorstehe. Zwei Stunden später war Admir Mehmedi auf dem Weg nach Kiew. Es ist sehr schwierig zu sagen, was noch alles passieren wird. Wir schauen uns auf alle Fälle auch auf dem Markt um.

Was für Spieler sollen es sein? Was sind die Ideen des FCZ-Sportchefs?

Was wir brauchen, ist frisches Blut. Das ist klar. Wir haben deshalb auch vier U21-Spieler dabei. Sollte es für diese jungen Spieler nicht reichen, ist es kein Tiefschlag. Es ist vielleicht zu früh. In einem halben Jahr kann das wieder anders aussehen. Was wir sicher brauchen, ist ein Spieler für die Seiten. FCZ-intern werden wir keine Lösung finden. Wir müssen also jemanden holen, der in unser Team passt. Er muss wirklich passen und unseren Bedürfnissen entsprechen. Wir suchen intensiv und hoffen, bald eine Lösung zu finden.

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