FC Zürich spricht sich vehement gegen Knallkörper aus
Vorschau Cup-Halbfinale FCZ - GC

1:2-Niederlage im Cup-Halbfinale gegen GC

Mit einer in der Entstehung vollkommen unnötigen Niederlage verpasst der FC Zürich den Einzug in den Cupfinal. Ab sofort hat sich das Team von Urs Meier ausschliesslich auf die Meisterschaft zu konzentrieren.

Die zerfahrene erste Viertelstunde zeigte den 20‘507 Zuschauern im gut gefüllten Letzigrund schnell auf, was ihnen an diesem Abend bevorstehen würde. Technische Leckerbissen hatten Seltenheitswert, weitgehend wurde währschafte Hausmannskost serviert – zulasten des Spielflusses. Einen regelrechten „Cupfight“ nannte Trainer Urs Meier nach dem Spiel die Darbietung der beiden Teams. Und wie bereits in sämtlichen Derbys der Saison sollte den Grasshoppers der glücklichere Ausgang vorbehalten sein.

Dabei fand der FCZ besser ins Spiel als der Gast. Nach 17 Minuten dribbelte sich Chikhaoui auf dem Flügel so lange durch die gegnerische Abwehr, bis er den Ball unbedrängt zur Mitte flanken konnte. Dies ermöglichte Gavranovic die Möglichkeit zur Führung, doch sein Kopfball wurde von Torhüter Bürki mirakulös pariert. Wenige Minuten später war es wiederum Bürki, der die Führung der Gastgeber in extremis verhindern konnte. Den Abschluss von Oliver Buff konnte er zulasten einer Ecke entschärfen.

In dieser Szene kamen einige Proteste auf, da der Ball Grichting zuvor an den Arm gesprungen war. Dass diese Situation im Nachhinein nicht für Diskussionsstoff gesorgt hat, ist Loris Benito zu verdanken, der den anschliessenden Eckball mit dem Kopf zur Führung in die Maschen beförderte. Während der Führungstreffer dem FCZ etwas Sicherheit zu verleihen schien, hatten die Gäste in dieser Phase sichtlich Mühe, diesen Rückstand zu verarbeiten. Sofort versuchte der FC Zürich, resultatmässig nachzulegen. Die Chance hierzu eröffnete sich Drmic kurze Zeit nach dem Führungstreffer, doch sein etwas überhasteter Abschluss zischte knapp am Pfosten vorbei.

Aus heiterem Himmel fiel somit anstelle des 2:0 der Ausgleich. Abrashi hatte mit einem gefühlvollen Heber eine Lücke in der FCZ-Abwehr offen gelegt, so dass sich Feltscher urplötzlich alleine vor Da Costa wiederfand und diesen mit einem Lupfer bezwang.

Nach dem Seitenwechsel versuchte sich Gajic gleich mehrmals als Distanzschütze. Am nächsten kam er dabei dem Führungstreffer in der 54. Minute, als einzig eine spektakuläre Flugeinlage Bürkis die erneute Führung des FCZ zu verhindern wusste. Den Matchball vergab jedoch ein Anderer: Nach einer scharf getretenen Hereingabe Buffs lag das Leder plötzlich Chikhaoui zu Füssen. Doch der Tunesier drosch den Ball aus kurzer Distanz über das Gehäuse, so dass das Spiel in die Verlängerung gehen musste.

Einer der wenigen Angriffe der Grasshoppers sollte in dieser die Entscheidung herbei führen. Hajrovic brachte sich in der 94. Minute nach kurzem Sololauf gut 20 Meter vor dem Gehäuse in exzellente Schussposition. Sein Abschlussversuch entwickelte sich zu einem Sonntagsschuss, der Da Costa keine Abwehrmöglichkeit liess.

In der Folge wehrte sich der FC Zürich gegen die drohende Niederlage. Trainer Meier sollte nach dem Spiel von einem „Kraftakt“ sprechen, den die Mannschaft erbracht habe, um den Ausgleich doch noch zu erzielen. Und in der Person von Drmic hatten die Gastgeber tatsächlich die grosse Gelegenheit, das Spiel wieder auszugleichen. Aus kürzester Distanz vermochte dieser jedoch den Ball nicht an Bürki vorbei zu schieben. Stattdessen vermochte sich der Schlussmann der Grasshoppers mit einer weiteren mirakulösen Intervention auszuzeichnen.

Mit der Streichung des Cupfinals aus dem Spielkalender verpasst der FCZ eine Zielvorgabe, die er sich noch zu Jahresbeginn gesetzt hat. Stattdessen gilt es nun, das Augenmerk wieder vollständig auf die Meisterschaft zu legen. Mit dem Tabellenschlusslicht Servette erwarten die Zürcher am Wochenende eine Mannschaft, die zuletzt starke Aufwärtstendezen gezeigt hat. Mit einem Sieg könnte man in punkto Klassenerhalt einen grossen Schritt nach vorne machen und so zumindest das Saison-Minimalziel erreichen.

FC Zürich - Grasshopper Club Zürich 1:2 n.V. (1:1, 1:1)

Letzigrund - 20 507 Zuschauer - SR Bieri

Tore: 23. Benito 1:0, 39. Feltscher 1:1, 94. Hajrovic 1:2

Zürich: Da Costa; Philippe Koch, Beda (98. Jahovic), Djimsiti, Benito; Buff, Gajic; Chikhaoui (86. Mariani), Gavranovic (65. Brunner), Drmic; Chermiti

Grasshopper Club: Bürki; Lang, Vilotic, Grichting (68. Taulant Xhaka), Bauer; Salatic; Feltscher (73. Gashi), Abrashi, Hajrovic, Zuber (91. Brahimi); Ngamukol

Bemerkungen: Zürich ohne Kukeli, Schönbächer (verletzt/rekonvaleszent), Gonçalves Caetano, Kajevic, Kukuruzovic und Pedro Henrique (alle nicht im Aufgebot). GC ohne Pavlovic, Toko (beide verletzt), Gülen und Hossmann (beide nicht im Aufgebot).

Verwarnungen: 4. Zuber (Foul), 49. Abrashi (Foul), 57. Chermiti (Unsportlichkeit), 68. Philippe Koch (Foul), 77. Bauer (Foul), 94. Hajrovic (Unsportlichkeit), 105+1 Xhaka (Spielverzögerung), 113. Jahovic (Schwalbe), 120. Gajic (Reklamieren)

Bild: freshfocus/FCZ Bild: freshfocus/FCZ
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