Vorschau FC Basel - FC Zürich
Meier: "Es ist noch alles offen"

Der FCZ verliert auch das Heimspiel gegen Liberec 1:2

Mit einer 1:2-Niederlage beendet der FCZ das allzu kurzgeratene Kapitel der internationalen Auftritte 2013/2014. Die Parallelen zum Hinspiel sind derart frappant, dass der Schreibende angesichts der späten Nachtstunde versucht ist, einfach den Spielbericht des Hinspiels zu kopieren und wo nötig anzupassen.

Erneut hat der FC Zürich gut ins Spiel gefunden. Mit engagiertem Auftritt machte sich das Team daran, den Rückstand aus dem Hinspiel zu korrigieren. Ein Kopfball Chermitis, der das Ziel aber verfehlte, resultierte als erste Torszene der Startphase. Als nach 17 Minuten Gavranovic nur noch mittels Foulspiel gestoppt werden konnte, flankte Pedro Henrique den Freistoss zur Mitte. Auf Umwegen kam der Ball zu Chermiti, der das Leder über die Linie lenken konnte und den FCZ vorübergehend in die Europa-League-Playoffs katapultierte.

Der Gegner aus Liberec beschränkte sich in dieser Phase darauf, Schadensbegrenzung zu betreiben. Dass dies den Gästen gelang, lag unter anderem auch daran, dass Chermitis Abschluss nach 25 Minuten auf Vorlage Schönbächlers am Aluminium statt im Netz landete. Schönbächler seinerseits hätte nur wenige Minuten später ebenfalls die Gelegenheit gehabt, die Führung auszubauen, als er eine zu kurz geratene Rückgabe des Gegners erlief und versuchte, den Torhüter zu umspielen. Doch dieser wusste diese brenzlige Situation zu entschärfen, indem er Schönbächler das Leder weit vor seinem Gehäuse vom Fuss nahm und den Angreifer ins Leere laufen liess.

Angesichts der Tatsache, dass der einzige Vorstoss von Liberec sich auf einen unplatzierten Kopfball kurz vor der Pause beschränkte und das Heimteam im Gegensatz dazu doch einige Topchancen verzeichnen konnte, fiel die Führung zur Halbzeit zu knapp aus.

Dies dürfte Urs Meier in der Garderobe denn auch angesprochen haben, denn kaum zurück auf dem Platz versuchte der FC Zürich, das Manko in Punkto Torausbeute zu korrigieren. Und so sorgte die Offensivabteilung der Zürcher auch zu Beginn der zweiten Halbzeit immer wieder für Verwirrung im gegnerischen Strafraum. Spielerisch vermochten die Gastgeber in dieser Phase zwar mit schön anzusehenden Angriffen zu überzeugen, am Resultat vermochten jedoch weder die Abschlussversuche von Pedro Henrique noch Gavranovics Schuss ans Aussennetz etwas zu ändern.

Und so nahm das Unheil schliesslich seinen Lauf, als der FCZ nach einem Liberec-Corner den Ball nicht richtig aus der Gefahrenzone brachte. Frydek gelang es aus dem Hinterhalt den zuvor beschäftigungslosen Da Costa zu bezwingen und damit den FC Zürich wie bereits im Hinspiel völlig aus der Spur zu bringen.

Nur wenige Minuten nach dem Ausgleich wäre das europäische Abenteuer für die Zürcher beinahe bereits beendet gewesen, als Rybalka einen Abpraller verwerten konnte. Da dem Treffer jedoch eine Abseitsposition vorausging, aberkannte der schwedische Unparteiische die Gästeführung, so dass den Gastgebern noch 20 Minuten blieben, um sich in die Verlängerung zu retten.

Ein Schuss Schönbächlers nach 75 Minuten, der von Torhüter Kovar gerade noch über die Latte gelenkt werden konnte, stellte jedoch die gefährlichste Aktion des FCZ im Anschluss an den Gegentreffer dar. Zwar versuchte die Mannschaft, den Gegner unter Druck zu setzen und so den nötigen Treffer zu erzwingen, doch um die Bemühungen in Zählbares umzumünzen, fehlten den Gastgebern die klaren Torchancen.

Im Gegensatz zum Heimteam verzeichneten die Gäste zwar kaum Spielanteile, dafür aber die eine oder andere reelle Torchance. Die schnell vorgetragenen Konterangriffe stellten die Abwehr der Zürcher immer wieder vor Probleme. Hätten die Gäste einen ihrer Gegenangriffe, bei denen sie teilweise eine Überzahlsituation provozieren konnten, konsequenter zu Ende gespielt, hätte der FCZ noch vor Beginn der Schlussphase die Segel streichen können.

So aber blieb die Hoffnung vorerst aufrecht. Mit zunehmender Spieldauer vergrösserten sich aber die Räume zwischen Abwehr und Mittelfeld, so dass Rybalka nach 85 Minuten den Ball unbedrängt präparieren konnte und aus rund 20 Metern in die hohe Torecke zirkelte. Mit diesem sehenswerten Treffer stiessen die Tschechen schliesslich in die Europa-League-Playoffs vor, während der FC Zürich sich für den Rest der Saison auf Meisterschaft und Cup zu konzentrieren hat.

Die erste Gelegenheit, auf diesen Dämpfer zu reagieren hat der FCZ am Sonntag, 11. August, wenn um 16.00 Uhr im St. Jakob-Park die Partie gegen den FC Basel angepfiffen wird.

FC Zürich - FC Slovan Liberec 1:2 (1:0)

Letzigrund - 5915 Zuschauer - SR Strömbergsson (Schweden)

Tore: 17. Chermiti 1:0, 64. Frydek 1:1, 84. Rybalka 1:2

Zürich: Da Costa; Philippe Koch, Raphael Koch, Djimsiti, Benito; Chiumiento, Rikan (75. Buff); Schönbächler (88. Kukuruzovic), Gavranovic (75. Etoundi), Pedro Henrique; Chermiti

Liberec: Kovar; Kusnir, Kovac, Kelic (53. Sural), Fleisman; Rybalka; Frydek (75. Kalitvintsev), Pavelka, Sackey (70. Karisik), Delarge; Rabusic

Bemerkungen: Zürich ohne Nef (gesperrt), Kukeli, Teixeira (beide verletzt/rekonvaleszent), Chikhaoui (abwesend/im Aufbau), Di Gregorio und Kajevic (beide nicht im Aufgebot).

Verwarnungen: 19. Sackey (Foul), 86. Raphael Koch (Foul)

Bild: freshfocus/FCZ Bild: freshfocus/FCZ
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