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Vorschau FC Zürich - FC Winterthur

2:0-Heimsieg im Kantonsderby gegen den FC Winterthur

Der FC Zürich ist gut in die Mission Wiederaufstieg gestartet. In einer regelrechten Wasserschlacht bezwingt der FCZ im ersten Derby der neuen Saison den FC Winterthur mit 2:0. Die Tore erzielten Rodriguez und Sadiku.

Regengüsse sintflutartigen Ausmasses zogen am Vorabend über den Letzigrund. Der von verschiedenen Konzerten in der Sommerpause in Mitleidenschaft gezogene Rasen vermochte die Wassermengen nur stellenweise zu schlucken. Insbesondere in der mit neu verlegtem Rasen bearbeiteten Platzhälfte gestaltete sich ein gepflegter Spielaufbau über das ganze Spiel hinweg schwierig.

Dies konnte dem FCZ in der ersten Halbzeit jedoch egal sein, spielte sich das Geschehen doch in der ersten halben Stunde ausschliesslich in der anderen Platzhälfte ab, denn die Gastgeber starteten vor 13‘704 Zuschauern (in Worten: mehr als das Doppelte der Grasshoppers am Vortag) wie die Feuerwehr in die Saison 2016/2017.

Bereits in den ersten zehn Minuten versuchten sich Brunner und Rodriguez im Abschluss. Während Brunners Schuss abgefälscht wurde, scheiterte Rodriguez am noch nicht optimal eingestellten Visier. Dieses Versäumnis sollte er jedoch nach 12 Minuten nachholen. Ein flüssig vorgetragener Angriff über die linke Seite führte schliesslich zu einem Seitenwechsel, den Neuzugang Winter zentral vors Tor köpfte. Das Leder fand den Weg zu Rodriguez, der aus der Drehung den wichtigen frühen Führungstreffer für die Zürcher erzielen konnte.

Und der FCZ versuchte sofort nachzulegen. Sadiku hatte jedoch genauso wie Buff keine freie Schussbahn, sodass nach 13 Minuten aus einem weiteren schnörkellos vorgetragenen Angriff lediglich ein Eckball resultierte.

In der Anfangsphase hatte meist Buff die Füsse im Spiel, wenn Gefahr vor dem Gästetor aufflackerte. So auch nach 17 Minuten, als er für Sarr auflegte, der jedoch das Ziel aus gut 20 Metern verfehlte. Auch bei Winters Abschluss ans Aussennetz nur wenige Minuten später leistete Buff die Vorarbeit.

Nach gut 20 Minuten eröffnete sich Sadiku die Gelegenheit, auf 2:0 zu erhöhen. Nach Winters Vorarbeit verzeichnete der Albaner eine Doppelchance, scheiterte zuerst jedoch an Von Ballmoos und dann an der Genauigkeit seines Nachschusses. Nur eine Zeigerumdrehung später versuchte er es erneut mit einem präzisen Flachschuss, war jedoch gegen Von Ballmoos erneut bloss zweiter Sieger.

Nach 26 Minuten tauchte schliesslich auch der FC Winterthur ein erstes Mal gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf. Ein von Di Gregorio getretener Freistoss wurde lang und länger und fand am hinteren Pfosten mit Schuler schliesslich einen Abnehmer. Das Leder flog jedoch über die Querlatte.

Danach war die Reihe wieder an den Gastgebern. Da jedoch Buff seinen satten Distanzschuss nicht zu platzieren vermochte, sorgte Von Ballmoos dafür, dass die knappe Führung der Platzherren auch zur Pause noch Bestand hatte.

Nach dem Seitenwechsel waren es nun die Zürcher, die ihre Angriffe in der vollkommen durchnässten Platzhälfte vortragen mussten. Es dauerte denn auch eine ganze Weile, bis ein erster nennenswerter Abschluss verzeichnet werden konnte. Buffs Flachschuss aus halbrechter Position zischte nach 66 Minuten denkbar knapp am langen Pfosten vorbei.

Nach 70 Minuten hätte dann eigentlich der zweite Zürcher Treffer fallen müssen. Ein Zuspiel Sarrs in die Tiefe wurde vom überall anzutreffenden Winter direkt ins Zentrum weitergeleitet, wo Sadiku jedoch erneut am Winterthurer Keeper scheiterte. Auch wenige Minuten später, als Winter den letzten Gegenspieler bereits umspielt zu haben schien, blieb den Fans der Torjubel doch noch im Halse stecken, da es jenem Verteidiger irgendwie noch gelang, ein Bein in die Schussbahn zu werfen.

Mit zunehmender Spieldauer musste man schliesslich befürchten, dass sich das Auslassen dieser Chancen in Form eines Winterthurer Lucky-Punchs noch rächen könnte. Und tatsächlich brach nach 80 Minuten Sliskovic durch die Zürcher Abwehrreihen, und es war lediglich dem langen Bein von Alain Nef zu verdanken, dass der Joker nicht zum Abschluss kam.

Im Gegenzug machte der FC Zürich dann doch noch den Deckel drauf. Winter schlich sich im Rücken der Abwehr bis zur Grundlinie und bediente Sadiku, der nur noch einzunicken brauchte und damit die drei Punkte ins Trockene brachte.

In der Nachspielzeit hätte Marchesano im Anschluss an ein gelungenes Dribbling beinahe noch auf 3:0 erhöht, doch er scheiterte mit seinem Abschluss an Von Ballmoos.

Die nächste Prüfung steht für den FCZ am kommenden Samstag in Wil an. Die ambitionierten Ostschweizer können sich nach verpatztem Saisonstart keine weitere Niederlage erlauben und werden dem FCZ dementsprechend alles abverlangen. Anpfiff ist um 17.45 Uhr.


FC Zürich - FC Winterthur 2:0 (1:0)

Letzigrund - 13'704 Zuschauer - SR Sébastien Pache

Tore: 12. Rodriguez 1:0, 82. Sadiku 2:0

Zürich: Vanins; Brunner, Kecojevic, Nef, Voser; Sarr (87. Janjicic), Kukeli; Winter, Buff (79. Marchesano), Rodriguez; Sadiku (84. Cavusevic)

Winterthur: Von Ballmoos; Di Gregorio, Russo, Katz, Schättin (58. Trachsel); Radice; Dessarzin (86. Nsiala), N. Sutter, Schuler (62. Sliskovic); Silvio

Bemerkungen: Zürich ohne Brecher, Chiumiento, Etoundi und Kleiber (alle verletzt/rekonvaleszent), Cabral, Etoundi, Favre, Koné, Simonyan, Stettler und Yapi (alle nicht im Aufgebot). Winterthur ohne Minder (gesperrt), D'Angelo, Ljunicic, Roth, Schmid, M. Sutter (alle verletzt/rekonvaleszent), Avanzini (krank), Elvedi (nicht im Aufgebot).

Verwarnungen: 8. Schuler (Foul), 36. Sarr (Foul), 59. Silvio (Foul), 81. Sadiku (Reklamieren)

Bild: freshfocus/FCZ
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FC Zürich
2:0 (1:0)
FC Winterthur
Letzigrund, Zürich 13704 Zuschauer
Schiedsrichter Sébastien Pache

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Vorschau FC Zürich - FC Thun

Erstes Heimspiel in der neuen Saison

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