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Raiffeisen Super League startet mit dem VAR in die neue Saison

Medienmitteilung der SFL:

Die Vorbereitungen dauerten Monate, sie waren intensiv und aufwendig - doch jetzt gilt es ernst: Am 19. Juli 2019 startet die Raiffeisen Super League (RSL) mit dem Video Assistant Referee (VAR) in die Saison 2019/2020.

Die Einführung des VAR ist eine gewichtige Neuerung im Schweizer Fussball. 18 Schiedsrichter und 10 Schiedsrichterassistenten wurden über mehrere Monate geschult und konnten das Erlernte genau nach den Vorgaben des International Football Association Board (IFAB) in vielen Testspielen üben. Nun sind sie bereit für die Ernstkämpfe in der neuen Rolle als VAR und AVAR. Aus dem Video Operation Room (VOR) in Volketswil werden sie ihre Kollegen auf dem Feld unterstützen.

Zusätzliche Hilfestellung

Die Schiedsrichter auf dem Feld werden den VAR als Unterstützung, aber auch als eine Entlastung wahrnehmen. Sie sind es, die vor Tausenden Zuschauern in den Stadien und Hunderttausenden Fans an den TV-Bildschirmen in Bruchteilen einer Sekunde teils kniffligste Entscheidungen fällen müssen. Mit dem VAR erhalten sie nun eine zusätzliche Hilfestellung, sollte ihnen in einer spielentscheidenden Situation ein Fehler unterlaufen. Und sie erhalten dank des VAR die Chance, diesen klaren und offensichtlichen Fehler zu korrigieren.

Schiedsrichter werden gefördert

Für die Einführung des VAR sprechen viele weitere Gründe: So werden die Schiedsrichter wie auch die Schiedsrichterassistenten durch die technische Unterstützung des Video Assistant Referee gefördert, die Ausbildung wird intensiviert, die Qualität steigt und mit ihr auch das Gesamtniveau der Raiffeisen Super League.

VAR wird zum internationalen Standard

Ausserdem ermöglicht die VAR-Einführung den heimischen Referees einen regelmässigen Einsatz in internationalen Wettbewerben. Denn der VAR wird zum weltweiten Standard. Nicht nur werden ab der Saison 2019/2020 alle fünf grossen europäischen Ligen den VAR eingeführt haben, auch in Holland, Belgien, Portugal, Israel, Polen oder in der Türkei kommt er zum Einsatz, ebenso bei den grossen internationalen Wettbewerben und Turnieren der FIFA und der UEFA.

Vorerst keine Torlinientechnik und keine virtuelle Abseitslinie

In den Vorgaben des IFAB für die Einführung des VAR wird gefordert, dass dem VAR aus jedem RSL-Stadion alle Kamera-Perspektiven zur Verfügung stehen, die von den TV-Partnern produziert werden und im Fernsehen gezeigt werden. Aus verschiedenen Gründen wird vorerst auf die Einführung der Torlinientechnik und der virtuellen Abseitslinie verzichtet. Gründe dafür sind die finanziellen und personellen Aufwände, aber auch der Widerspruch zwischen der Idee, klare und offensichtliche Fehler zu vermeiden, und der Scheingenauigkeit von wenigen Zentimetern.

Der Fussball wird gerechter

Unabhängig davon zeigen Studien der FIFA, dass der Video Assistant Referee den Fussball nachweislich gerechter macht, weil es zu weniger Fehlentscheiden kommt. Bei folgenden vier Situationen kann der VAR eingreifen:

  1. Bei Toren: War das Tor korrekt? Ging dem Tor ein unmittelbarer Regelverstoss des angreifenden Teams voraus?
  2. Bei Penalty-Szenen: Nicht oder falsch geahndete Vergehen. Ging ein unmittelbarer Regelverstoss des angreifenden Teams voraus?
  3. Bei Platzverweisen: Nicht oder falsch geahndete Vergehen.
  4. Bei Spielerverwechslungen: Gelbe oder Rote Karte für den falschen Spieler.

Für alle Situationen gilt: Der VAR unterstützt den Schiedsrichter nur bei einem klaren und offensichtlichen Fehler oder wenn der Schiedsrichter einen schwerwiegenden Vorfall übersehen hat. Der VAR ist aber kein «Ober-Schiedsrichter», sondern eine zusätzliche Unterstützung. Der letzte Entscheid liegt immer beim Schiedsrichter auf dem Platz.

VAR Infografik VAR Infografik

Information der Zuschauerinnen und Zuschauer

Ist der Schiedsrichter in Kontakt mit dem VAR, zeigt er dies Spielern und Zuschauern an, indem er eine Hand an sein Headset führt. Will er sich eine Szene in der Referee Review Area (RRA) anschauen, so zeichnet er mit beiden Händen symbolisch den Umriss eines Bildschirms in die Luft. Nach Ende der Überprüfung macht er erneut das Bildschirm-Zeichen und zeigt seine endgültige Entscheidung an. Ändert der Schiedsrichter seine Entscheidung aufgrund des Hinweises des VAR direkt, zeichnet er ebenfalls symbolisch den Umriss eines Bildschirms in die Luft. Zusätzlich werden die Fans über die Video-Anzeige im Stadion oder eine Grafik auf dem TV-Bildschirm über den Grund einer laufenden Überprüfung und den endgültigen Entscheid des Schiedsrichters informiert.

Die Technik kommt, die Emotionen bleiben

Mit der Einführung des VAR beginnt ein neues Zeitalter. Klar ist aber auch: Ziel ist nicht der absolut gerechte Fussball. Fussball ist ein Sport mit Menschen, die Regeln werden von Menschen gemacht und umgesetzt. Und auch der VAR ist ein Mensch. Es wird also immer Fehler geben und entsprechend auch weiterhin ausreichend Interpretationsspielraum und Diskussionen.

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