Spieltag kompakt: Alles zum Heimspiel gegen Vaduz
Happy Birthday Salim Khelifi und Mirlind Kryeziu

5 Fragen an Massimo Rizzo

1. Im Oktober 2020 hast du die erste Mannschaft des FCZ ad interim übernommen. Seither resultierten fünf Siege, drei Remis, drei Niederlagen und insgesamt 18 Punkte aus elf Partien. Wie beurteilst du rückblickend deinen Start als Cheftrainer (Stand: 22. Januar 2021)?
"Der Start mit drei Siegen in Folge war optimal und danach hätten wir auch gegen Sion und Genf gar noch die Möglichkeit gehabt, das Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden. Mit der Gesamtbilanz seit Oktober können wir grundsätzlich zufrieden sein, auch wenn noch einige Punkte mehr drin gelegen wären. Uns ist es gelungen, defensive Stabilität zu halten und gut organisiert als Einheit zu agieren. Darauf gilt es nun in der zweiten Saisonphase aufzubauen."

2. Im Dezember wurdest du mit einem Vertrag bis Sommer 2022 ausgestattet. Welche Spielphilosophie verfolgst du als Cheftrainer des FC Zürich und welche Werte sind dir wichtig?
"In erster Linie richte ich mich nach dem Team und versuche, dementsprechend eine Spielidee zu verfolgen und die Trainings danach auszurichten. Ich will, dass mein Team den Ball schnell in den eigenen Reihen laufen lässt und die richtige Balance zwischen Offensive und defensiver Organisation hält.
Ich lege sehr viel Wert auf Vertrauen, sei es mit meinem Staff, den Spielern oder auch mit dem gesamten Umfeld des Vereins. Auch gegenseitiger Respekt ist mir wichtig. Zudem sollte man Leidenschaft für die Arbeit an den Tag legen, stets professionell agieren und die Ziele gemeinsam verfolgen."

3. Nun konntest du gemeinsam mit deinem neuen Assistenztrainer Joël Magnin die anstehende zweite Saisonphase vorbereiten. Wie zufrieden bist du mit der (kurzen) Wintervorbereitung des Stadtclubs?
"Die kurze Vorbereitung ohne Trainingslager war für alle Teams speziell. Wir mussten aufgrund der Witterung auch flexibel bleiben: Teils haben wir auf verschneiten Plätzen trainiert, teils wichen wir auf Kunstrasenplätze aus. Der Fokus lag klar auf der Auftaktpartie und der optimalen Vorbereitung gegen Basel."

4. Viele Jahre lang warst du im FCZ-Nachwuchs und als Co-Trainer beim Stadtclub tätig. Welche Eigenschaften nimmst du aus diesen Jahren als Nachwuchs- und Assistenzcoach mit in deine neue Rolle und was hat dich geprägt?
"Ich nehme aus jeder Phase meiner Karriere einzelne Punkte mit. Im Nachwuchs liegt das Ziel darin, die jungen Spieler zu fördern und einen Schritt weiter zu bringen. Die Arbeit mit dem Nachwuchs hilft, eine gewisse Persönlichkeitsentwicklung mit den Spielern durchzuführen. Als Assistent der ersten Mannschaft konnte ich mich von Cheftrainern wie Urs Fischer und Urs Meier sowie diversen Funktionären beim FCZ inspirieren lassen und so wichtige Aspekte für meine eigene Weiterentwicklung mitnehmen. Essenziell bleibt, dass man eine gewisse Offenheit mitbringt, viel von seinen gemachten Erfahrungen mitnimmt und dann der Situation entsprechend einsetzt."

5. Du bist seit 1995 beim FC Zürich und hast die unterschiedlichsten Funktionen ausgeübt. Was bedeutet dir der FCZ?
"Der FCZ begleitet mich beinahe mein ganzes Leben. Als Junior kam ich 1982 bereits zum Verein, ab 1995 arbeitete ich dann auf der Geschäftsstelle. Mein Ziel als Spieler war es, für den Stadtclub in der Super League aufzulaufen; nun bin ich Cheftrainer. Der FCZ ist für mich eine Herzensangelegenheit, für die ich viel Leidenschaft aufbringe."

Das Interview wurde am 20. Januar 2021 geführt.

Bild: Keystone/FCZ
Bild: Keystone/FCZ
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