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Spielmanipulation, Sportwetten und Spielsucht - der FCZ ergreift Massnahmen

Wie vor ein paar Monaten berichtet, wurde das Thema Spielmanipulation, Sportwetten und Spielsucht mit den Trainern der FCZ Academy eingehend behandelt. In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Spielsucht (RADIX) wurde bei den Spielern der Mannschaften U17, U18 und U21 eine schriftliche Befragung durchgeführt. Dabei beschrieben und beantworteten die Spieler ihre Kenntnisse und Einschätzungen zu verschiedenen Themen wie z.B. Kenntnisse über Glücksspiele, Motive für Spielsucht, Einschätzung des eigenen Verhaltens, Zufriedenheit mit der aktuellen Lebenssituation.

Inzwischen wurden die ausgewerteten Resultate den Trainern der FCZ Academy im Detail vorgestellt. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Ergebnisse der FCZ-Teams weitgehend mit denjenigen anderer Mannschaften (u.a. auch aus dem Ausland) übereinstimmen. Nachfolgend eine kurze Übersicht einiger Resultate und der damit zusammenhängenden Auswirkungen und Konsequenzen:

  • Bei der Motivation für Glücksspiele wurden die Punkte "Geld gewinnen" und "Spass haben" klar am meisten genannt. Die Erfahrung zeigt aber, dass die Erwartung mit Glücksspielen wie z.B. Fussballwetten langfristig Geld zu gewinnen nicht erfüllt wird. Spielspass und Spannung kosten wie andere Freizeitvergnügen auch. Zudem muss mit Verlusten oder sogar Schulden gerechnet werden.
  • Es besteht ein hohes Wissen über die Spielangebote und deren entsprechendes Gefährdungs- und Abhängigkeitspotenzial. Dieses Bewusstsein kann durchaus vor riskanten Spielen abhalten.
  • Die Spieler neigen zur Überschätzung ihres eigenen Wissens rund um den Fussball und denken, sie könnten so erfolgreiche Tipps abgeben. Dadurch gehen sie höhere Risiken ein als die Durchschnittsbevölkerung.
  • Über Glücksspiele wird weitgehend weder in der Schule noch in der Familie gesprochen. Dies kann dazu führen, dass das eigene Spielverhalten nicht mit anderen verglichen und bei starker Abweichung allenfalls angepasst wird.
  • Die allgemeine Lebenszufriedenheit (u.a. Familie, Ausbildung, Beziehungen, Gesundheit, Beruf) wird als ausserordentlich hoch bzw. positiv bewertet. Damit wird das Risiko, im Glücksspiel Erfolg und Selbstbestätigung zu suchen, wesentlich reduziert.

Im Anschluss an die Präsentation folgte ein anonymisierter Erfahrungsbericht eines Betreuers, welcher mit einer betroffenen Gruppe von Fussballern zusammenarbeitet. Dabei wurden in eindrücklicher Weise die häufigsten Spielsucht-Auslöser (u.a. schwierige Familien- und Lebenssituationen, Karriereknick) sowie die allfälligen und schwerwiegenden Konsequenzen aufgezeigt.

Im Sinne einer nachhaltigen Bearbeitung wurden in der Zwischenzeit konkrete Massnahmen beschlossen. Im Fokus dieser Massnahmen steht die Spielmanipulations-Prävention. Dazu gehört die Sensibilisierung auf die Risiken rund um Glücksspiele, insbesondere Sportwetten. Der Massnahmenkatalog sieht unter anderem folgende Aktivitäten vor: Regelmässige Thematisierung zwecks Früherkennung, Schulungen für Trainer und Funktionäre sowie Bereitstellung von Beratungsangeboten.

An dieser Stelle bedankt sich der FC Zürich beim Zentrum für Spielsucht (RADIX) in Zürich, welches Prävention und spezifische psychologische Beratung anbietet, für die wertvolle Unterstützung und die konstruktive Zusammenarbeit.

Bild: freshfocus/FCZ

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