Zweiter Teil der FCZ-Biografie ab sofort verfügbar
René Botteron: "Der Wechsel zum FC Zürich war der Türöffner für das, was ich mit und durch den Fussball erleben durfte."

Hannu Tihinen: "Je älter ein Spieler wird, desto mehr wächst das Verständnis für die Vereinsgeschichte."

Hannu Tihinen absolvierte für den FC Zürich zwischen 2006 und 2010 insgesamt 153 Pflichtspiele. Der Innenverteidiger erzielte dabei 13 Tore, unter anderem den legendären Champions-League-Treffer im San Siro gegen die AC Mailand. Mit dem FCZ wurde Tihinen zwei Mal Schweizer Meister. Der Ex-Captain spricht im Kurz-Interview über die Bedeutung der Vereinsgeschichte für einen Spieler, was ihn in seiner Zeit beim Stadtclub am meisten stolz machte und die Wichtigkeit von Leadern und Integrationsfiguren in einer Mannschaft.

Wie wichtig ist die Geschichte des Vereins für einen Fussballspieler?
"Gerade in jungen Jahren konzentriert sich ein Fussballer auf den Moment und die optimale Leistung auf dem Platz. Deshalb wird die Geschichte nicht als erstes im Hinterkopf behalten. Je älter ein Spieler wird, desto mehr wächst das Verständnis für die Vereinsgeschichte. Daher gebe ich jungen Spielern oft einen wichtigen Tipp, wenn sie zu einem neuen Club wechseln: Informiere dich über die Vereinsgeschichte und die Menschen des Vereins. Es trägt zu deiner Anpassungsfähigkeit bei und zeigt deine Wertschätzung gegenüber dem Arbeitgeber."

Wie wurde während deiner Aktivzeit über die Geschichte des Vereins berichtet?
"Damals zu wenig. Das war ein Grund, weshalb ich nach meiner aktiven Karriere beim FCZ auf der Geschäftsstelle ein ”Willkommenspaket” für neue Spieler geschnürt habe, das sowohl Fakten über das Land, die Stadt als auch den Verein und seine Geschichte beinhaltete, um die Spielerintegration zu erleichtern."

Was war dein schönstes Erlebnis mit dem FCZ?
"Meine Familie und ich hatten die Gelegenheit fünf fantastische Jahre in einer schönen und sicheren Stadt zu leben, umgeben von grossartigen Menschen. Sportlich natürlich auch: Zwei Meistertitel, tolle Erfahrungen aus der Champions League. Stets in Erinnerung sind mir auch die gemeinsamen Momente mit den Fans. Manchmal bin ich nach einem guten Spiel auf dem Feld geblieben. Ich lief ein paar kleine Kurven und rutschte in Richtung Südkurve und wir durften gemeinsam Wellen schlagen. Ich erinnere mich auch an mein letztes Spiel. Ich hatte mir entsprechend meiner Spielnummer 30 Trikots gekauft, die ich nach dem Spiel an die Fans verteilte. Es war ein sehr emotionaler Moment, weil die Jahre so grossartig und verbindend waren."

Auf was bist du am meisten Stolz aus deiner Zeit beim FCZ?
"Als Captain konnte ich mehrere Jahre in einer Fremdsprache kommunizieren und ein Team führen. Wir waren vor der Saison jeweils keine Favoriten, aber wir haben die Meisterschaft jedes zweite Jahr gewonnen. Und ich konnte dem Klub mit meinem Tor im San Siro auch die Investition in mich zurückzahlen (lacht).

Du warst Leader und Integrationsfigur. Braucht eine Mannschaft so jemanden wie dich?
"Ich bin neugierig und mag es, etwas über die Spieler und ihre Hintergründe zu erfahren. Die Kabine ist ein fantastischer Ort: Wer möchte, hat täglich die Möglichkeit, neue Sprachen zu lernen und neue Kulturen kennenzulernen. Wichtig ist, dass es Menschen in den Teams gibt, die unterschiedliche Spieler zusammenbringen können. Du giltst unter den Fussballern als belesen und gebildet.

Hat das etwas mit Interesse oder deinem Bildungshintergrund zu tun?
"Ich war immer fest davon überzeugt, dass sich Studium und Fussball gegenseitig unterstützen. Es ist wichtig, dass sich Spieler nach einer schlechten Partie mit etwas anderem beschäftigen. Nach meiner aktiven Karriere habe ich mich bewusst im Sportmanagement und in Leadership weitergebildet. Ich schliesse derzeit einen EMBA Abschluss an der Aalto EE University in Helsinki ab und habe einen ständigen Lernhunger. Daher möchte ich an jedem Ort, an dem ich arbeite, ein solches Arbeitsumfeld schaffen."

Was machst du eigentlich jetzt in Finnland? Vermisst du Zürich?
"Ich bin seit sieben Jahren Technischer Direktor des finnischen Fussballverbandes und da verantwortlich für die Fussball- und Futsal-Nationalmannschaftsaktivitäten, die Trainerausbildung sowie die Forschung und Entwicklung. Vor Corona sind wir auf der Lenzerheide immer im Skiurlaub gewesen. Zürich wird auch in Zukunft immer eine wichtige Rolle in unserer Familie spielen."

Bild: Keystone-SDA/FCZ
Bild: Keystone-SDA/FCZ

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