Hannu Tihinen: "Je älter ein Spieler wird, desto mehr wächst das Verständnis für die Vereinsgeschichte."
Bruno Brizzi: "Der FCZ war immer der Verein, zu dem ich aufgeblickt habe und bei dem ich spielen wollte."

René Botteron: "Der Wechsel zum FC Zürich war der Türöffner für das, was ich mit und durch den Fussball erleben durfte."

Von 1973 bis 1980 ging René Botteron für den FC Zürich auf Torjagd, wobei der gebürtige Glarner insgesamt 61 Pflichtspieltreffer erzielte. Der 307-fache FCZ-Profi spricht im Kurz-Interview über die erfolgreiche Zeit in den Siebzigern, das damalige Team und die Unterschiede zum heutigen Fussball.

Wie wichtig ist die Geschichte des Vereins für einen Fussballspieler?
"Ich war insgesamt sieben Jahre beim FCZ. In dieser Zeit hat mich die Geschichte nicht wirklich interessiert – das Sportliche stand im Zentrum. Wenn jemand lange, länger als ich es war, in einem Verein ist, kann die eigene Geschichte wichtig werden. Aber am Ende ist es doch eine individuelle Frage, die jeder Spieler für sich selbst beantwortet."

Was war dein schönstes Erlebnis mit dem FCZ?
"Der entscheidendste Moment in meiner Karriere war der Wechsel vom FC Glarus zum FC Zürich. Dies war der Türöffner für das, was ich mit und durch den Fussball erleben durfte. Danach kam die Formierung zum Leistungsträger, wir holten im ersten Jahr sogleich den Meistertitel – das prägt, spornt an und bleibt einem ewig in Erinnerung. Genauso verhält es sich mit den internationalen Spielen wie etwa dem Halbfinal gegen Liverpool im Europapokal der Landesmeister 1977. Dieser Wettbewerb war der Vorläufer der heutigen Champions League. Obwohl wir beide Spiele verloren, war das ein gewaltiges Erlebnis."

Warum war der FCZ so erfolgreich während deiner Zeit? War es die Zusammensetzung des Teams, der Trainer oder was sonst?
"Der FCZ war die stärkste Mannschaft, weil wir die besten Spieler hatten. Wenn ein guter Nebenspieler mit mir auflief, spielte auch ich fast automatisch besser. Das macht extrem viel aus. Der Trainer war ebenfalls wichtig, da er das Team zusammenstellte. Ob ein Match gewonnen oder verloren wird, dafür ist jedoch die Mannschaft verantwortlich. Der Erfolg und Misserfolg eines Teams wird meiner Ansicht nach zu stark an den Trainern festgemacht. Die Qualität der Mitspieler ist meines Erachtens bedeutender. Ein erfolgreicher Trainer braucht hervorragende Spieler."

War es schwierig als Jungspund zu einer Topmannschaft mit Köbi Kuhn und Rosario Martinelli dazuzustossen?
"Als ich bei Glarus spielte, habe ich die Grossen verfolgt, mit ihnen mitgefiebert. Als ich dann nach Zürich kam und plötzlich mit ihnen auf dem Spielfeld stand, war ich schon etwas nervös, ganz klar. Zuerst musste ich mich ja auch beweisen und mich als Stammspieler etablieren. Bei Erfolg, und den hatten wir in den 1970er Jahren, ist das Auskommen mit der Mannschaft einfach, dann legt sich auch die Nervosität."

Warum wurdest du nie Trainer?
"Ich war 1992/1993 Nachwuchstrainer beim FCZ, merkte aber, dass ich nicht der Typ dazu bin. Am Ende einer Karriere musst du als Spieler merken, ob du für einen Trainerjob geeignet bist oder nicht. Ich habe lieber selbst Fussball gespielt."

Was unterscheidet den Fussball, wie er in den 1970er Jahren gespielt wurde und heute?
"Heue ist alles professioneller, intensiver und schneller. Wir waren Halbprofis und arbeiteten noch neben unserer Fussballkarriere. Ich gehöre zu der Spielergeneration, die den Wechsel ins vollamtliche Profitum erlebte. Als ich nach Zürich kam, begann ich eine kaufmännische Lehre bei der Kreistelefondirektion Zürich, die ich dann aber abgebrochen hatte – ich setzte auf die Karte Fussball. Ich arbeitete bis zur Rekrutenschule noch bei der SBG (heute UBS). Doch als ich aus der Rekrutenschule zurückkam, wurde ich Profifussballer und konnte davon leben."

Bild: Keystone/FCZ
Bild: Keystone/FCZ

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